Balkonien, here I come!

Sommer, Sonne, Erholung – bei diesen Worten stellt man sich ferne Länder und Kulturen vor. Doch warum nicht mal die Strandliege gegen den Klapphocker auf der Terrasse und das Meer gegen den Rhein tauschen? 

Für Minimalisten und Geniesser: Zunächst mal die Vorteile
Das Schöne an den Ferien auf Balkonien ist die minimale Vorbereitung, die dazu benötigt wird. Aus dem Bett plumpsen, Liegetuch einpacken und schon kann es losgehen. Ob du dabei tatsächlich nur die paar Schritte auf den Balkon tätigst und dich für den Rest des Tages mit kühlem Getränk und gutem Buch dort niederlässt, oder einen Ausflug zu einer Basler Sommeroase oder an sonstige schöne Ziele in der Umgebung wagst (siehe weiter unten), das ist dir überlassen.

Damit entfallen einige Dinge, die sonst einen Heidenstress verursachen beim «Normalo-Urlauber»: Kein nervenaufreibendes Kofferpacken; keine langwierige, umweltschädliche Flug- oder Autoreise; keine Enttäuschungen im Hotel; keine verdorbenen Mägen aufgrund des komisch riechenden Grillwürstchens. Und das Wichtigste für den Studi: Keine Reisekosten. Ferien auf Balkonien beginnt also in dem Moment, in dem du entscheidest, Urlaub zu machen.

Ferien daheim ist auch Urlaub
Was du allerdings bedenken musst: Wir tendieren auf Balkonien dazu, doch noch irgendetwas zu arbeiten – damit meine ich irgendwas für die Uni oder auch für den Nebenjob. Sag vorher alles ab diesbezüglich, pack alles weg. Lass dir den Freiraum, diese Dinge nicht in Angriff zu nehmen. Würdest du ja in der abgelegenen Hütte in Nepal auch nicht tun, oder?

Dass der Haushalt noch gemacht oder selbst gekocht wird, das ist in Ordnung und kann unter Umständen auch wohltuend wirken. Vielleicht sind einige dieser alltäglichen Dinge in der Lernphase auf der Strecke geblieben? Nimm dir etwas Zeit, um diese Alltagslappalien zu erledigen. Eine schrumpfende To-Do-Liste ist auch ein schöner Anblick.

Stress, lass nach
Wer dieses Semester wieder mal acht Prüfungen, drei Seminararbeiten und vier Vorträge zu erledigen hatte, will nur noch die Sinne und Nerven beruhigen und etwas Entspannung walten lassen. Verreisen kann zwar auch ganz schön sein, ist aber immer auch mit unglaublich viel Stress verbunden: Was muss alles mitgenommen werden, wie komme ich an den Flughafen? Und vor allem: Wird mir gefallen, was ich so teuer gebucht habe? Wenn nicht, ist es recht schnell gelaufen mit dem Urlaub, denn immerhin sitzt du dann mehrere Tage dort fest.

Auf Balkonien gibt es keine bösen Überraschungen und keine Sinnesüberreizungen. Du weisst einfach, was du bekommst und was dich erwartet. Weisst, wie du hier zur Ruhe kommen kannst. Es gibt keinen besseren Ort als das eigene Daheim, um Stress abzubauen. (Ausser vielleicht ein Meditationszentrum– gibt es aber auch in Basel günstige, schau mal hier.)

Was alles unternommen werden kann
Wo soll man hier nur anfangen? Wenn dann mal der Kopf wieder etwas kühler ist, können in Balkonien auch Ausflüge unternommen werden. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten, einige Tipps haben Chris, Valerie und ich euch bereits letzten Sommer zusammengetragen. Mit Spartickets oder Tagesabos kommst du auch in der Schweiz günstig recht weit mit dem Zug und kannst dir auch mal eine Wanderung in den Bergen oder einen Tag am See gönnen. Ausserdem kannst du verschiedene kleine und grosse Festivals rund um Basel besuchen – wie wäre es zum Beispiel mit dem Open Air Basel, wo du gratis in die Freiluftdisco kannst oder auch mit einem Freiluftkino?

Natürlich gibt es auch unzählige Möglichkeiten bei schlechtem Wetter, mit welchem man in der Schweiz auch im Sommer rechnen muss. Wie wäre es mit einem Escape Room? Dabei kannst du in Balkonien auch wieder mal deine Freunde zusammentrommeln. das Nachrichtenportal Watson hat sich auch mit Schlechtwettermöglichkeiten in der Schweiz beschäftigt und einige tolle Vorschläge zusammengetragen.

Andjelka Antonijevic

Andjelka Antonijevic studiert Germanistik und Mathematik und fällt regelmässig in kleine Identitätskrisen, wenn sich ein gedehnter Vokal oder aspiriertes 'k' in ihren Aargauer Dialekt verirrt. Sie verbringt viel Zeit beim Stöbern in Brockis, möchte aber eigentlich gerne mehr Kurzgeschichten schreiben. Nach Lernphasen flüchtet sie mit Rucksack und Zelt aus dem Basler Alltag.

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