Open Air Basel

Bild: Open Air Basel

Nur noch drei Mal schlafen! Am Freitag und Samstag spielen ein paar ganz feine Acts auf dem Hof der Kaserne. Festivalleiter Sandro Bernasconi hat trotz der vielen Vorbereitungen Zeit für ein kurzes Gespräch:


Sandro, du schaust ein bisschen gestresst aus!
Nicht gestresst, bloss gut im Schuss. Ich musste eben noch eine Wand streichen. Wir haben gerade mit dem Aufbau angefangen, es gibt viel zu tun. Dieses Jahr haben wir ein spezielles Konzept für die Gestaltung des Areals. Es gibt kleine Inseln aus Paletten, damit man sich zwischendurch hinsetzen kann. Ausserdem rote Schirme und Palmen – es wird schön!

Apropos hinsetzen: Bonobo und Fink machen ja eher ruhigere Musik…
Also laut wird es auf jeden Fall. (lacht) Nein, im Ernst, Fink macht nicht gerade Tanzmusik, Mount Kimbie und Maxïmo Park hingegen sind Acts, die richtig ziehen.

Nach welchen Kriterien stellt ihr das Programm zusammen?
Wir engagieren einerseits Acts, die sich seit Jahren durch gute Qualität auszeichnen und sich nicht vom Mainstream haben vereinnahmen lassen. Und andererseits junge, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler, die jetzt gerade spannend sind und international diskutiert werden. Dazu gehören zum Beispiel Mount Kimbie und Nick Waterhouse. Beide haben vor zwei Jahren im Rosstall in der Kaserne Basel gespielt und sind jetzt schon auf grosser Festival-Tour.

Du hast rote Schirme erwähnt, wird’s regnen?
Das ist schwer vorauszusehen. Die Wetterprognosen sind ja nicht so zuverlässig in den letzten Tagen. Also einfach vorbei kommen und schauen, wie’s wird.

Sandro Bernasconi (Bild: Mark Niedermann)

Und wenn’s dann doch regnet?
Regenjacke. Die Konzerte werde auch bei Regen stattfinden und wer die Shows sehen will, nimmt einfach den Regenschutz mit. Natürlich gibt es auch ein paar Unterstände, für jene, die nicht nass werden wollen.

Gummistiefel?
Wir sind auf dem Teerplatz, da geht’s auch ohne.

Gibt’s ausser dem Wetter noch andere Überraschungen?
Dieses Jahr gibt’s zum ersten Mal den NomiDance! am Nachmittag. Am Freitag und Samstag jeweils von 14 bis 18 Uhr wird im Kasernenhof bereits eingetanzt, bevor dann die internationalen Acts die Bühne betreten. Und das alles gratis!

Nüchtern tanzen?
Ja genau! Das wird toll. Ich war kürzlich an einer ähnlichen Veranstaltung, da haben Leute jeder Altersgruppe getanzt, sogar Senioren!

Hast du einen Tipp, wie man skeptische Freunde vom Open Air überzeugen kann, abgesehen vom Line-Up?
Der Preis. 35 Franken für ein Festival mit einem solchen internationalen Line-Up ist extrem attraktiv. Fink hat am Montreux Jazz Festival gespielt, da hat das günstigste Ticket 80 Franken gekostet. Bonobo kostet selten unter 40. Rein rechnerisch lohnt es sich also schon, an’s Open Air zu kommen. Aber eigentlich sollte man schon wegen der Musik und der Stimmung kommen. Das Open Air liegt mitten in der Stadt, wunderschön im Kasernenhof, der für einmal ganz den Musikbegeisterten gehört. Man kann aber auch einen gemütlichen Abend auf der Kasernenwiese verbringen, grillieren mit Freunden und den Konzerten aus der Distanz lauschen. Und das Beste zuletzt: man könnte am Ende eines langen Festivaltages sogar im eigenen Bett schlafen! Ist das nicht überzeugend?

Schon, ja! Kann man sich auch spontan noch entscheiden, oder werden die Pässe bald ausverkauft sein?
Je früher man sich die Tickets holt, desto besser. Vermutlich wird es aber auch kurzfristig noch Tickets an der Abendkasse geben.

 

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