Unisport – eine Vision für alle

Das Unisportprogramm der Universität Basel ist gut aufgestellt. Ein breitgefächerter Pool aus über 100 Angeboten steht den Studierenden der Universität Basel jedes Semester zu Verfügung. Von Aqua-Power-Fitness über Fallschirmspringen bis hin zu Yoga ist alles geboten, was man sich für den sportlichen Ausgleich neben den Vorlesungen nur wünschen kann. Wenn du wissen möchtest, wieso es überhaupt ein Sportprogramm an der Universität Basel gibt und was du bei Interesse beachten solltest, dann solltest du jetzt unbedingt weiterlesen.

Die Anfänge
Um die Entstehung des Sportprogramms an der Universität Basel zu nachzuvollziehen, muss man einen Blick in die Vergangenheit werfen, genauer in das Jahr 1819. Damals wurde durch Studentenverbindungen die Akademische Turnerschaft Alemannia, ein Turnverein, gegründet. Der Verein diente später als Antrieb für die zwischen 1897 und 1933 stattfindenden Turn- und Spielabende. Der Erfolg gab den Vereinsmitgliedern recht und so rückte die Idee von Sportangeboten im akademischen Rahmen mehr und mehr ins Interesse der Öffentlichkeit.

Nach und nach wurden für das Thema Hochschulsport finanzielle Mittel flüssiggemacht. Dies mündete 1930 in der Einstellung von Willy Dürr als ersten Hochschulsportlehrer der Schweiz, eine Art Anfang für den schweizerischen Hochschulsport. Heute sind nicht nur Sportwissenschaften als eigenständige Disziplin Teil der Universität, sondern auch das umfangreiche Unisportprogramm.

Wer darf mitmachen?
Wer an einer Schweizer Universität oder an der Fachhochschulen Nordwestschweiz immatrikuliert ist, kann mit dem Stuierendenausweis kostenfrei teilnehmen. Das gilt auch für Inhaber eines Mitarbeitenden- oder Gästeausweises. Ausserdem können an ausländischen Universitäten Immatrikulierte, Mitarbeiter ohne Mitarbeiterausweis, Mitarbeiter an universitätsassoziierten Instituten und Studierende der Physiotherapie am Bildungszentrum Gesundheit Basel eine kostenlose Berechtigung beantragen.

Gymnasiasten und Schulbesuchende der Passerelle in Baselland und Baselstadt sowie ehemalige Absolventen und Absolventinnen der Universität Basel können gegen einen Semesterbeitrag zwischen 80 und 180 Franken eine Teilnahmeberechtigung erwerben.

Unabhängig von der Teilnahmeberechtigung ist für einige Kurse mit spezieller Infrastruktur oder hohem Materialaufwand zusätzlich eine Kursgebühr zu entrichten.

Unisport im Dialog
Doch wie werden die Angebote ausgewählt und kannst auch du etwas zur Auswahl beitragen? Diese Fragen hat uns Frau Herzig-Lyner, Leiterin des Universitätssport, in einem kurzen Interview beantwortet.

Welche Vision steckt hinter den Universitätssport-Angeboten?
Unsere Vision ist: «Alle Angehörigen der Universität Basel erleben Sport und Bewegung in seiner Vielfalt, erkennen den Wert und empfinden Freude an der Ausübung. Der Universitätssport als umfassender Dienstleister ist dafür die erste Wahl.» Um dieser Vision gerecht zu werden, stellen wir ein sehr breites, vielseitiges Sport- und Bewegungsangebot zusammen.

Wir bieten sowohl wöchentliche Trainings als auch verschiedene Tagesanlässe und Camps an, daneben gibt es noch das Fitnesscenter für das individuelle Training. Es soll für alle Interessierten etwas dabei sein. Wir haben ganz niederschwellige Angebote für Ein- und Wiedereinsteiger, Angebote für routinierte Sportler/-innen aber auch exotische, neue Angebote und Sportdisziplinen zum Ausprobieren.

Wie finanziert sich das Unisportprogramm?
Der Universitätssport finanziert sich aufgrund eines jährlich festgelegten Finanzierungsbeitrages der Universität Basel, Drittmitteln und den eingenommenen Kurs- und Abonnementsgebühren.

Nach welchen Kriterien werden die angebotenen Kurse ausgewählt?
Erfolgreiche und gut besuchte Kurse und Angebote werden auch im Folgesemester wieder angeboten. Dafür ausschlaggebend sind die Teilnehmendenstatistik und die Kursevaluationen. Wir wollen aber auch immer einige Neuheiten anbieten. Wir beobachten daher Trends oder nehmen Anregungen von aussen gerne auf. An unseren Programmsitzungen wird so das neue Programm zusammengestellt.

Wer kann Vorschläge einreichen?
Über unser Kontaktformular kann jede und jeder Ideen für neue Sportdisziplinen und Angebote einbringen. Eingegangene Ideen werden durch uns geprüft, an den Programmsitzungen besprochen und, falls wir das Potenzial sehen, ins Programm aufgenommen.

Können interessierte Personen selbst am Universitätssport mitwirken?
Für Anlässe wie den Infotag für Studieninteressierte, den Erstsemestrigen-Tag oder andere Anlässe suchen wir immer wieder begeisterte Unisport-Teilnehmende, die als Helfer eingesetzt werden können. Qualifizierte Studierende stellen wir gerne als Kursleitende an. Interessierte können sich gerne bei unisport@unibas.ch melden.

Der frühe Vogel fängt den Wurm
Die Angebote sind erfahrungsgemäss schnell ausgebucht sind. Falls du also dieses Semester kein Glück hattest, solltest du nächstes Semester auf keinen Fall die Onlineanmeldung verpassen. Diese ist nach den einzelnen Sportbereichen gestaffelt und wird für diese dann tageweise freigeschalten. Hier lohnt es sich wirklich, pünktlich um 8:00 Uhr online zu sein um im Rennen um die begehrten Plätze mitspielen zu können. Bei kostenpflichtigen Kursen werden zusätzlich 25% der Plätze über eine persönliche Anmeldung am Schalter im Kollegienhaus vergeben. Dieser Schalteranmeldung findet in den Tagen nach der Onlineanmeldung zwischen 7:45 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Auch bei der Schalteranmeldung zahlt es sich aus frühzeitig vor Ort zu sein, der Andrang ist gross und die Wartezeit liegt gerne auch mal bei über einer Stunde. Ausserdem darfst du auf keinen Fall deinen Studierendenausweis vergessen und falls du eine weitere Person mitanmelden möchtest, so musst du auch deren Studierendenausweis bei der Anmeldung vorzeigen können. Alle nötigen Infos findest du in deinem persönlichen Unisportprogramm, welches per Post versendet wird, oder auf der Website.

Christoph Zäh

Während seiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger wurde Christoph Zäh klar, dass er seine Zukunft der Arbeit mit Menschen widmen möchte. Das Psychologiestudium soll nun die absolute Erleuchtung bringen. Wenn er sich nicht gerade durch die Statistiken der Welt wühlt oder in Embryonalstellung vor sich hin wimmert, weil Druckertinte jetzt teurer ist als menschliches Blut, dann boxt er sich den Kopf im Boxkeller frei oder sucht sich auf dem Rennrad, mit dem Snowboard oder im Kajak neue Herausforderungen.

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