Zimmersuche während der Corona-Pandemie

Seit März letzten Jahres ist vieles anders und schwieriger. Wer sich auf Zimmer- oder Wohnungssuche befindet, ist vor besondere Herausforderungen gestellt. Hier einige Tipps, wie du dennoch gesund ein neues Dach über dem Kopf findest.

Ein Wohnungswechsel ist unter normalen Umständen ein aufregendes Ereignis. Der Auszug von Zuhause, der Umzug in eine neue Wohngemeinschaft oder in die erste eigene Wohnung markieren den Anfang neuer Lebensabschnitte, die es eigentlich zu feiern gälte. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie aber sind Umzüge mit Unsicherheiten verbunden. Soll man überhaupt ausziehen? Ist ein WG-Wechsel in der aktuellen Situation wirklich sinnvoll? Wird das Semester überhaupt vor Ort stattfinden?

Das sind einige der Fragen, die sich momentan viele Studierende stellen. Dass dem Wohnungswechsel mehr Hürden im Weg stehen, spürt auch der Verein für studentisches Wohnen WoVe. Seit vergangenem März verzeichnen sie mehr Leerstände als sonst. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass während dem Lockdown viele ausländische Studierende frühzeitig abgereist seien, weniger Studierende nach Basel kämen und die inländischen Erstsemestler*innen oft vorerst im Elternhaus bleiben würden, erklärt mir die Geschäftsleiterin Annette Vonder Mühll. In eine neue Stadt zu ziehen ist mässig aussichtsreich, wenn man gleichzeitig angehalten wird, das Nest nicht zu verlassen.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie suchen weniger Leute eine neue Bleibe, ergo: Es stehen mehr Zimmer und Wohnungen leer. Das ist in Zeiten des Trübsal-Blasens doch schon mal eine gute Nachricht! Wie aber kommt man während der andauernden Corona-Pandemie dennoch gesund und sicher zu einem neuen WG-Zimmer oder einer eigenen Bleibe? Hier ein paar Tipps.

De schneller isch de gschwinder
Wohnungsbesichtigungstermine und WG-Kennenlernabende werden während der Corona-Pandemie auf ein Minimum reduziert. Da jede Person separat und unter Beachtung der Hygienemassnahmen die potentielle neue Bleibe begutachten darf, sind Slots für Besichtigungen ein rares Gut. Deshalb gilt es, schnell zu sein. Wer erst nach drei Tagen auf ein Inserat reagiert, hat vermutlich nur noch geringe Chancen, sich das Zimmer oder die Wohnung  tatsächlich anschauen zu können. Deshalb lohnt es sich, neu veröffentlichte Inserate regelmässig zu kontrollieren, zum Beispiel auf dem Marktplatz der Universität Basel.

Vorbereitung: Kreatives Bewerbungsschreiben
Wer WG-Zimmer oder Wohnungen ausschreibt, wird in der Regel mit Rückmeldungen überschwemmt. Das ist vermutlich selbst trotz geringerer Nachfrage während der Corona-Pandemie noch so. Wer also dennoch aus der Masse herausstechen will, sollte dem Bewerbungsschreiben besonders viel Aufmerksamkeit schenken. Dadurch gibt man auch den Inserenten die Möglichkeit, eine sinnvolle Entscheidung bei der Vergabe der wenigen Slots zu treffen. Was du bei deinem Bewerbungsschreiben beachten solltest, findest du hier.

Virtuelle Rundgänge oder Hygiene beim Besichtigungstermin
In Zeiten von Social Distancing sind auch Besichtigungstermine vor neue Herausforderungen gestellt. Eine Möglichkeit ist, den Rundgang durch die Wohnung oder das Kennenlernen der Wohngemeinschaft ins Digitale zu verlegen. Falls man die Besichtigung dennoch in Person durchführen will, sollte man die geltenden Hygienemassnahmen beachten: Abstand halten, Maske tragen, Händewaschen und möglichst wenig anfassen. Zudem ist es ratsam, die Hygienevorkehrungen im Voraus zu klären. Dadurch lässt sich verhindern, dass  einem vor der Tür maskenlose Gesichter entgegenlächeln. Was du grundsätzlich beim Besichtigungstermin beachten solltest, findest du hier.

Lisa Gianotti

Beim Betrachten einer zerbrechlich verkrampften Hand von Egon Schiele hat sich Lisa Gianotti dazu entschieden, Kunstgeschichte zu studieren. Von der schwerwiegenden Nebeldecke über dem Aargau ist sie der Sonne nach Basel gefolgt. In Museen findet sie die Ruhe, die in ihrem Kopf nicht immer herrscht. Wenn sich keine Leinwand vor ihren Augen befindet, dann tönen Klänge im Ohr. Sie würde gerne seltener Seminararbeiten und öfter Gedichte schreiben und ist in allem, was sie tut, nur halb so schnell wie ihre Mitmenschen.

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