Liebe Erstsemester, vertraut auf eure Fähigkeit, euch an die Uni anzupassen.

Bild: Kevin Hackert | CC BY-NC 2.0

In der Kanti dachtest du dir noch, dass die zwanzig Seiten zu lesen eine Zumutung der Lehrperson waren? Da ging es mir als Schülerin nicht anders. Wie kommt es dann, dass es in der Uni gar nicht mehr so abwegig scheint, einige Wochen für eine Prüfung in der Bibliothek zu verbringen oder ganze Bücher im Wochentakt zu lesen? Und nein, Panik vor dieser Umstellung musst du keine haben. Man gewöhnt sich daran. Irgendwie.

In den ersten paar Vorlesungssitzungen an der Uni verstand ich nicht einmal die Hälfte von dem, was der Prof da erzählte. Das flösst zunächst Respekt und Angst ein. Wird das von nun an mein Leben für die nächsten Jahre sein: so gar nichts verstehen? Nein, nur die ersten paar Wochen. Danach hast du dich an Tempo und Inhalt gewöhnt, kannst Notizen mitschreiben, Arbeiten verfassen, Vorträge halten und verstehst auch etwas davon, wovon du redest.

Das Meiste, was du nun lernst, ist auch etwas, wofür du dich interessierst. Kein nerviger Französisch-Unterricht mehr oder komische Mathematik-Formeln, die du später sowieso nicht mehr brauchst. Nein, alles was jetzt kommt, wirst du wie ein Schwamm aufsaugen – oder es zumindest versuchen. Natürlich wird es das eine oder andere geben, was dir nicht so passt, aber das Ziel ist absehbar und klarer als noch in der Schule.

Manchmal werden die Berge an Vorlesungsnotizen und –materialen trotzdem unüberwindbar erscheinen. Weniger Stoff als am Gym wird es nicht. Aber gerade in der Lernphase wirst du merken, dass du eigentlich ein potentielles Organisationstalent bist. Zwischen den Vorlesungen planst du ganz unterschiedliche zu erledigende Sachen ein, in Zeitfenstern, in denen du sonst irgendwie nichts Gescheites machst. Ob du es glaubst oder nicht, du wirst effizient und motiviert lernen, und sogar gerne.

Okay, vielleicht kommt ein Teil dieser Motivation auch ein wenig von der Angst zu scheitern. Die hat jeder. Eine vielleicht etwas negative Treibkraft, die man allerdings positiv nutzen kann und soll. Etwas Respekt zu haben ist in Ordnung und gesund.

Viel wichtiger als die Angst ist aber die Neugier, die dein Studienfach in dir auslösen wird. Du wirst von Forschungsgebieten und Studien hören und sehen, die du bisher nicht gekannt hast oder auch nicht für möglich gehalten hast. Du wirst den Drang verspüren, dich selbst in diesen Gebieten auszukennen und Neues dazu zu lernen.

Habe also keine Angst vor der Uni und ihren neuen Ausmassen. Du wirst dich zurecht finden und anpassen, ganz sicher.

Hier findest du übrigens noch mehr Artikel mit Informationen und Starthilfen für das erste Semster.

2 Kommentare

  1. SabineHerrfeld
    Do, 15. September 2016 / 11:32 Uhr

    Studieren in Basel klingt so spannend! Gibt es noch weitere Plattformen mit den besten Events in Basel?

  2. Beast-Redaktion
    Do, 15. September 2016 / 11:44 Uhr

    Schau doch mal auf denkmal.org oder melde dich für den Ron Orp Newsletter an. Dort findest du immer wieder spannende Events und Tipps.

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