Lauf gegen Leukämie

Das Projekt Marrow in Basel lanciert dieses Jahr wieder einen Sponsorenlauf im Kampf gegen die Leukämie. Das ist wie Shampoo und Spülung in einer Flasche: Sport treiben und dabei etwas für einen guten Zweck machen. Perfekt! Warum ihr euch den 3. Juni 2017 mit einem fetten Leuchtstift in eurer Agenda markieren solltet, erfahrt ihr hier. Ich war nämlich beim letzten Lauf hautnah und schweissüberströmt dabei.

Du bist eine Heldin! Das ist das Erste, was man sieht, wenn man sich für den Spendenlauf anmeldet und das Bestätigungsmail öffnet. Cleverer Schachzug, meine lieben OK-Mitglieder von Marrow, diese vier Worte motivieren und verpflichten. Man sammelt dann bereits einige Tage vor dem Lauf die Sponsoren auf der Liste, die entweder pro Runde bezahlen oder einen Fixbetrag spenden können. Ich war hochzufrieden mit meinen Beträgen, denn meine Grossmutter hat mich nicht sonderlich sportlich eingeschätzt und vor allem meine Mutter hat ein riesiges Herz, was kranke Menschen angeht. So weit, so gut.

Kritisches Klima
Am Tag des Laufes sah der sonst herrliche Himmel trüb aus und verhängnisvolle Wolken verhiessen nichts Gutes. Ein Rückzieher war aber keine Option, schliesslich bin ich ja eine Heldin, und so begab ich mich zum Schützenmattpark. Die Banner von Marrow begrüssten mich schon von weitem mit ihrem knalligen Orange. Lächelnde Gesichter versuchten die wuchtigen Wolken zu vertreiben. «Schön, dass du da bist! Obwohl das Wetter heute nicht mitspielt…» «Ach, das Wetter, das habe ich gar nicht bemerkt», log ich galant und schnappte mir meine Startnummer.

Achtung, fertig, LOS!
Dann war es soweit, der grosse Moment des Startschusses stand kurz bevor. Es versammelten sich alle Läufer auf der Linie; grosse, kleine, viereckige, runde, sportliche, bunte. Viele erkannte man, fing an, sich mit ihnen über alltägliche, kleine Dinge zu unterhalten (wie das Wetter) und als das Signal gegeben wurde, tratschte man laufend weiter. Natürlich gab es auch die ambitiösen Athleten, die sah ich recht schnell nur noch von hinten. Die hinterlistigen Wolken besassen entweder scharfe Ohren oder der Angstschweiss hatte die Luftfeuchtigkeit zusätzlich erhöht, auf jeden Fall klatschten die ersten von vielen Regentropfen synchron mit dem Startschuss auf die zuvor trockene Tartarbahn.

Eine Stunde lang hatte ich nun Zeit, um so viel Geld wie möglich für den Kampf gegen Leukämie zu sammeln. Nach jeder vollendeten Runde bekam man von den aufmunternden, originellen Organisatoren (Du machst das gut! – Hopp! Hopp! Hopp! – Nur noch eine halbe Stunde!) ein buntes Gummiband um die Hand gehängt, damit man am ersehnten Ende wusste, wie viel Geld man eingenommen hatte (und wie sportlich man ist). Die Herausforderung war, die Bänder während des Laufens anzuziehen, was doch einige ins Stolpern brachte und zu viel Gelächter und verstreuten Gummis führte.

Geteiltes Leid ist halbes Leid
Die Überraschung des Tages war für mich, dass eine gute Freundin als Zuschauerin am Lauf auftauchte und mir praktisch eine ganze Stunde lang, jedes Mal wenn ich an ihr vorbeizog, etwas Motivierendes zurief. Natürlich fehlte es auch nicht an Faxen von meiner Seite: Biceps anspannen, rennend Usain Bolts Posen imitieren (ich bin also viel schneller als er), dem Publikum zuwinken und applaudieren. Als Zuschauer kommt man also auch auf seine Kosten…

Was mich an diesem Tag am meisten berührte, war, dass auch ein Mann im Rollstuhl am Spendenlauf teilnahm. Seine Tochter stiess den Rollstuhl an und obwohl es regnete, zogen die beiden zusammen konstant ihre Kreise. Das beweist, dass jeder zum Kampf gegen die Leukämie etwas beitragen kann. Ich ziehe meinen sportlichen Hut!

Eine köstliche Belohnung
Nach einer Stunde Rennen und einem kraftraubenden Schlussspurt war der Lauf vorbei. Jede Zeit hat seine Helden, wir haben unsere Pflicht getan. Nun kam fast der beste Teil des Ganzen: Man durfte sich am Buffet bedienen! Es gab Brötchen, Nudelsalat, Getränke sowie Gebäcke, Torten in allen Farben und Formen. Die ganze Atmosphäre war bereits während sowie nach dem Lauf so schön entspannt und euphorisch, da konnte auch das Wetter diesen gelungenen Event nicht vermiesen.

Sei dabei!
Wenn du jetzt auch Lust hast, am diesjährigen Lauf teilzunehmen, entweder um alte Freundschaften aufzufrischen, sich ein wenig zum Affen zu machen, einen neuen Bahnrekord aufzustellen, am Ende das Kuchenbuffet zu plündern oder um einfach mal ein/e Held/in zu sein, bist du herzlich willkommen! Hier kannst du dich anmelden, auf Facebook findest du noch weitere Informationen und wenn du sehen willst, wie viel Spass wir letztes Jahr hatten, schau einmal in dieses Video rein. Jeder stimmungsmachende Zuschauer ist natürlich gern gesehen und kann mit seiner  Motivation die sportliche Leistung noch positiv beeinflussen! Ich bin auf jeden Fall wieder zur Stelle, um der Leukämie erneut sportlich die Stirn zu bieten.

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