Eucor – Ein Türöffner ins Dreiländereck

Bild: après | CC BY-NC 2.0

Vielleicht bist du in deinem Studium bereits über den Begriff Eucor gestolpert oder hast sogar schon in einer der vier Universitäten, welche neben Basel zum European Campus gehören, einen Kurs belegt. Für alle, die Eucor bislang jedoch eher für einen griechischen Mathematiker gehalten haben, ist dieser Artikel gedacht.

Kurz gefasst:

  • Zum Eucor-Verbund gehören die Universität Basel, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Université de Strasbourg, die Université de Haute-Alsace und das Karlsruher Institut für Technologie.
  • Studierende können an allen Partneruniversitäten im Verbund Kurse belegen. Dabei fallen keine zusätzlichen Gebühren an und die Einschreibung in der Heimuniversität bleibt unberührt.
  • Seit dem Frühjahrssemester haben alle Studierenden in Basel ein Eucor-Logo auf ihrer Legi und müssen auch keinen Eucor-Ausweis mehr beantragen. Ältere Informationen auf Drittwebsites sind diesbezüglich manchmal irreführend.
  • Das Angebot erarbeiten sich die Studierenden selbst, in den jeweiligen Vorlesungsverzeichnissen. Die jeweiligen Links sind auf der EUCOR-Website unter dem Reiter Studium > Lehre zusammengefasst.
  • Studienleistungen und Zwischenprüfungen werden über sogenannte Testatblätter festgehalten. Diese finden sich online oder im Studiensekretariat. Sie bilden eine Art Lernvereinbarung zwischen den Studierenden und den Heim- sowie Gastuniversitäten und werden von allen Parteien unterzeichnet. Diesbezüglich ist es wichtig, sich bei der ersten Teilnahme an einem Kurs, bei den Dozierenden als Eucor-Teilnehmer vorzustellen.
  • Studienleistungen sind im Vorfeld mit den Ansprechpersonen in der Fakultät, dem Institut oder dem Fachbereich der Heim- sowie Gastuniversität abzusprechen. Nur so kann die Anrechnung später garantiert werden.
  • Um sich vor Ort zu registrieren gibt es je nach Universität unterschiedliche Anforderungen. Universitätsspezifische Informationen gibt es hierzu auf der Eucor-Website unter dem Reiter Studium > Info & Einschreibung.
  • Bei der Recherche müssen die unterschiedlichen Semesterzeiten der Universitäten berücksichtigt werden. In den französischen Universitäten geht das 1° semestre je nach Fakultät von Anfang September bis Ende Dezember und das 2° semestre geht von Ende Januar bis Mitte Mai. In den deutschen Universitäten geht das Wintersemester je nach Fakultät von Mitte Oktober bis Anfang Februar und das Sommersemester geht von Ende April bis Ende Juli.
  • Mit dem Eucor-Studium an einer Gastuniversität können die Studierenden alle zugehörigen Rechte, wie zum Beispiel die Vergünstigungen für den Nahverkehr oder Nutzungsrechte für die Bibliothek, in Anspruch nehmen.
  • Fahrtwege werden finanziell bezuschusst. Fahrkartenbelege deshalb stets aufheben. Informationen findet ihr diesbezüglich auf der Website der Universität Basel.

Wieso das alles?
Eucor bietet eine unkomplizierte Lösung für den interkulturellen Austausch im Studium. Ausserdem erfahren die Studierenden im Rahmen des Eucor-Programms Unterstützung in vielfältiger Form. In Karlsruhe werden zum Beispiel Wohnräume für Eucor-Studierende bereitgestellt.

Den Studierenden wird zwar einiges an Eigeninitiative abverlangt, dafür können sie ihre Eucor-Erfahrung individuell auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Ich spiele zum Beispiel gerade mit dem Gedanken, einen Vertiefungsschwerpunkt zu belegen, welcher im Studium in Basel alleine, aufgrund von Doppelungen in der Anrechnung, nicht abgedeckt werden kann. Andere Studierende konnten ihn ähnlichen Situation über Eucor bereits Erfolge erzielen.

Die Eucor-Teilnahme kann somit sogar Türen öffnen oder einen zuvor unmöglich geglaubten Stundenplan möglich machen. Wenn du noch mehr Informationen zum Thema einholen willst, wirst du auf den bereits verlinkten Websiten der Universität Basel und des EUCOR-Programmes fündig und falls dir 200km Umkreis noch zu wenig sind, rate ich dir, hier weiterzulesen.

Christoph Zäh

Während seiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger wurde Christoph Zäh klar, dass er seine Zukunft der Arbeit mit Menschen widmen möchte. Das Psychologiestudium soll nun die absolute Erleuchtung bringen. Wenn er sich nicht gerade durch die Statistiken der Welt wühlt oder in Embryonalstellung vor sich hin wimmert, weil Druckertinte jetzt teurer ist als menschliches Blut, dann boxt er sich den Kopf im Boxkeller frei oder sucht sich auf dem Rennrad, mit dem Snowboard oder im Kajak neue Herausforderungen.

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