Die 3 Jahreszeiten der Studenten

Winter, Sommer, Frühling oder Herbst. Jeder hat seine Lieblingssaison. Warum die meisten Studenten nur drei Jahreszeiten haben, dafür aber alle die gleiche Lieblingssaison, erfährt ihr hier…

Jahreszeit 1: Das Semester
Zu Beginn des neuen Semesters müssen wir Studenten uns vor allem wieder ans Aufstehen gewöhnen. Viele leiden – so auch ich – in den ersten Wochen noch am „Social Jetlag“. Während ich mich in den Ferien jeweils vom Tageslicht oder den Nachbarn wecken lasse, muss ich plötzlich wieder um 8.00 Uhr an der Uni sein. Diesen „Social Jetlag“ zu überwinden braucht seine Zeit. Kaum hat man sich also an den Uni-Rhythmus gewöhnt, muss man realisieren, dass der erste Monat des neuen Semesters schon wieder vorbei ist.

Jetzt beginnt das erste Aufarbeiten des Stoffes. Aber der Austausch mit den Mitstudierenden darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Dass dieser oft bei einem (oder zwei, oder drei) Bierchen stattfindet, erschwert das Aufarbeiten. Aber die Prüfungen sind ja noch weit weg. Das hat noch Zeit. Und so ist man mit seinem Gewissen schnell wieder im Reinen. Doch plötzlich erläutert der Professor die Prüfungsziele und wünscht viel Glück. Die zwölf Wochen Vorlesungszeit sind also vorbei und erst jetzt wird realisiert, wie dick die Ordner in dieser kurzen Zeit geworden sind.

Jahreszeit 2: Die Lernphase
Das Ende der Vorlesungen ist der Startschuss in die nächste Jahreszeit: die Lernphase. Die Prüfungen stehen kurz bevor. Dank einer Erhöhung der Kaffee-Dosis und dem spürbaren Prüfungsdruck ist die innere Uhr wieder richtig am Ticken. Schon am frühen Morgen in der Bibliothek zu sitzen bereitet uns jetzt keine Probleme mehr. Der Lebensstil verändert sich in den Wochen der Lernphase drastisch. Er wird sehr monoton: Aufstehen, Bibliothek, Essen, Schlafen. Und wieder von vorne. Sieben Tage die Woche. Im WG-Kühlschrank herrscht in diesen Tagen oft gähnende Leere. Und erst vor dem geschlossenen Migros merkt man, dass Sonntag ist.

Schläft man einmal aus oder macht einen Ausflug, geht das nicht ohne Gewissensbisse. Dieser Kampf mit dem schlechten Gewissen und der monotone Alltag machen die Lernphase zu einer echten Leidenszeit. Hier hilft das Lernen im Team. Häufig trifft man in den Bibliotheken auf bekannte Gesichter und dann merkt man, dass es allen gleich geht. Dieser Austausch hilft motiviert zu bleiben und oft können auch Fragen zum Stoff geklärt werden. Gemeinsam steht man diese triste Jahreszeit besser durch. Und dann kann gemeinsam auf die abgelegten Prüfungen angestossen werden.

Jahreszeit 3: Die Ferien
Wenn man sich wieder an das verlorene Gefühl der Freiheit gewöhnt hat und die innere Uhr beim Aufstehen um die Mittagszeit nicht rebelliert, merkt man: Jetzt sind Ferien. Man hat nun Zeit (im Winter einen Monat, im Sommer fast drei) die Welt zu bereisen. Mit Freunden und Familie Verpasstes nachzuholen. Oder auch erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln und Geld zu verdienen. Keine Spur mehr von Monotonie. In dieser Jahreszeit gibt es wohl nichts Schöneres als Student zu sein. In dieser Zeit holt man sich auch die Motivation und Energie, wieder von neuem in den etwas speziellen Studentenzyklus einzusteigen.

2 Kommentare

  1. Miria
    Do, 21. Februar 2013 / 20:29 Uhr

    Hallo.

    Do kani nur eis sage: uuunglaublich zuetreffend! :)

  2. Lena
    Di, 3. März 2015 / 23:58 Uhr

    Klasse! Unglaublich zutreffend :)

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