5 Tipps fürs Online-Studium

Mit der Pandemie kam auch die Umstellung in der Universität von reinen Präsenz- auf Online-Veranstaltungen. Dies war für viele Studierende eine grosse Veränderung. Auch ich musste mich den neuen Begebenheiten anpassen und probierte verschiedene Lernstrukturen fürs Online-Studium aus.

Als das Frühjahrssemester 2021 begann, begrüsste uns ein Dozent in einem Online-Seminar mit dem Satz: «So, nun sind einige von ihnen bereits im dritten Semester und haben sich nicht mehr als zwei Wochen in den Räumen der Universität aufgehalten.» Da wurde mir wieder bewusst, dass jetzt das dritte Semester anbricht, welches fast ausschliesslich online abgehalten wird.

Ich kann mich noch gut an mein erstes Semester erinnern. Mehrmals war ich im falschen Raum, die Öffnungszeiten der Bibliothekräume hatte ich auch noch nicht im Kopf, weswegen ich teilweise in die Bibliothek kam und nach einer Stunde bereits wieder gehen musste. Zudem belegte ich in meinem ersten Semester viel zu wenig Vorlesungen. Viel zu viel belegte ich dann allerdings, als die Pandemie begann und alles auf Online-Unterricht umstellte. Das war bereits mein drittes Semester an der Uni und ich fühlte mich wieder wie in meinem ersten. Ich musste meine Lernstruktur von der Bibliothek auf Zuhause verlegen. Am Anfang fiel es mir unglaublich schwer, alleine zuhause zu lernen und ich wäre froh um ein paar Tipps gewesen. Deswegen habe ich mich gefragt, was mir am meisten geholfen hat, diese Umstellung zu bewältigen.

1) Umgebung
Die Umgebung wird dir im Online-Studium nicht mehr von der Universität vorgegeben, sondern von dir selbst. Deshalb ist es wichtig, sich einen Platz zu suchen, an dem man sich gut konzentrieren kann. Dabei würde ich dringend raten, sich an einen Tisch zu setzen. (Im Bett zu liegen und sich Vorlesungen anzuschauen ist zwar verlockend, aber nicht sehr produktiv. Musste ich selbst feststellen.)

Wenn du also einen Platz gefunden hast, in meinem Fall ist es mein Schreibtisch, solltest du versuchen, diesen so gut wie möglich aufzuräumen, sodass du genügend Platz hast, um dich auszubreiten.

Tipp: Suche dir eine Umgebung mit genügend Tageslicht oder zumindest einer hellen Lampe.

2) Organisation
Schau dir am Anfang deines Semesters die Fächer an, die du belegt hast und überlege dir, wann du dir für die Fächer Zeit nehmen möchtest respektive wann sie angeboten werden. Beachte besonders, falls du zeitunabhängige Vorlesungen belegt hast, wann du diese einbauen könntest. Wichtig ist, dass du ihnen eine feste Zeit gibst, damit sie nicht vergessen gehen.

Mach dir also am besten Gedanken dazu, wann du am aufnahmefähigsten bist. Du schläfst gerne morgens aus und bist abends bis in die Nacht topfit? Perfekt! Dann teil dir deine Lernzeit nachmittags oder abends ein. Wichtig zu beachten ist, dass man sich auch an die Zeiten hält. Wann genau du die Fächer bearbeitest, spielt also weniger eine Rolle als vielmehr, dass du sie zu einem fixen Zeitpunkt erledigst. Somit hast du einen festen Plan, wann du dich welchem Fach widmest.

3) Technik
In Zeiten der Online-Vorlesung ist es umso wichtiger, sich mit guten technischen Geräten auszustatten, denn von diesen lebt momentan leider das Studium. Für einige kann es hilfreich sein, sich einen zweiten Bildschirm zu holen oder zu schauen, dass man eine gewisse Ordnung genau wie auf dem Schreibtisch auch auf dem Laptop hat. Zudem sind ein schnelles WLAN und genügend Speicher zentral. Aber Achtung, auch wenn die technischen Geräte sehr wichtig sind, sollte man trotzdem versuchen, das Handy so oft wie möglich beiseite gelegt zu haben: zum Beispiel in einen anderen Raum oder gar in den Flugmodus.

4) Zoom-Seminare
Falls du gerade in deinem ersten Semester bist oder einfach deine Mitstudierende besser kennenlernen möchtest, kannst du dich in den Zoom-Seminaren während der Break-Out-Sessions mit einer kleinen Gruppe Studierender unterhalten. Break-Out-Rooms sind virtuelle Gruppen mit maximal 5 Personen. Diese werden meistens von den Dozierenden während des Zoom-Seminars freigegeben und dienen dazu, Themen des Seminars genauer zu besprechen. Tipp: Viele interaktive Seminare findest du bei der Philosophisch-Historischen Fakultät.

5) Online-Lerngruppen
Ganz alleine im Zimmer zu sitzen und für sich zu lernen, kann manchmal ganz schön einsam sein und wie man so schön sagt: «Geteiltes Leid ist halbes Leid.» Da mich die Anwesenheit meiner Mitstudierenden in der Bibliothek immer zum Lernen motiviert hat, habe ich mir einen kleinen Ersatz überlegt. Mit einem Videocall über Zoom oder Facetime können sich deine Freunde zu dir schalten. Ihr braucht dabei nicht einmal das Gleiche zu studieren, sondern könnt einfach den Ton ausmachen, seht euch aber trotzdem. Das kann einen motivieren, nicht zu oft aufs Handy zu schauen oder andere Dinge währenddessen zu erledigen. Falls man sogar für das gleiche Fach lernen muss: umso besser! Dann kann man sich noch zusätzlich dazu austauschen.

Viktoria Stauffenegger

Der Austausch mit ihren Mitmenschen ist Viktoria Stauffenegger besonders wichtig. Sie liebt es, ihre Geschichten zu hören und ist gerne mit ihren Freunden und ihrer Familie unterwegs. Sie bereist Städte, geniesst die Sonne am Meer oder treibt in der Natur Sport. All das bringt sie wieder ins Gleichgewicht und weckt ihre kreative Seite. Diese lebt sie auch in den sozialen Medien aus, schneidet Videos, schreibt Guides oder optimiert Bilder.

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