Warum man sich die Oscar-Verleihung doch mal antun könnte

Manche denken, es wird ein viel zu grosses Trara darum gemacht, andere verpassen sie niemals: die Verleihung des Academy Award. In Europa kümmert man sich nicht wirklich darum. Vermutlich, weil wir wegen der Zeitverschiebung die Verleihung die ganze Nacht hindurch bis morgens um sechs Uhr verfolgen müssten. Müssten? Können! Warum man sich trotz dieser späten Stunde die Oscar-Verleihung doch mal antun kann, erfahrt ihr hier.

Zum ersten Mal verliehen wurde der Academy Award 1929 und hegt damit eine über achtzig jährige Tradition der Filmindustrie. In diesen achtzig Jahren hat der Event schon so einige Schlagzeilen geschrieben. 1938 zum Beispiel nahm ein unbekannter Betrüger vor aller Augen den Preis entgegen und stahl die begehrte Trophäe – er wurde nie gefasst. Auch ein Flitzer, der während der Verleihung seinen Weg auf die berühmte Bühne fand, brannte sich 1974 in das oscar’sche Gedächtnis.

Boykottieren oder schauen?
Klar. Schauspieler, Abendkleider, gestellte Statements: Viele behaupten, dass die Oscars mittlerweile mehr Unterhaltung als Ehrung sind, und ganz falsch ist das auch nicht. Dass einige grosse Filmschaffende die Verleihung immer mal wieder boykottieren gehört ebenfalls schon fast dazu. Die Rassismusanschuldigungen, zu denen sich sogar Barack Obama äusserte, sind dieses Jahr ebenfalls nicht ganz ohne. Alleine die Länge der Veranstaltung kann die Angelegenheit etwas langwierig machen. Ob man über all das hinwegsehen kann oder nicht, sei jedem selbst überlassen.

Falls man sich dieses Jahr trotzdem entscheidet, es einmal zu versuchen, hier einige Punkte, die dafür sprechen:

Unterhaltung
Die Oscars bieten auch dieses Jahr wieder inspirierende und lustige Ansprachen. Dieses Mal sind zum Beispiel Morgan Freeman und Sacha Baron Cohen dabei und werden wohl beide (und letzterer ganz bestimmt) Aufsehen erregen.

Mitfiebern
Ist man Filmfanatiker fiebert man gebannt mit und freut sich, wenn der eigene Favorit gewinnt. Hat man WG-Mitbewohner oder Freunde, die die eigene Filmleidenschaft teilen, eignet sich die Oscarnacht zum gemütlichen Beisammensein.

Mitternachtsbuffet
Die lange Nacht der Oscars bietet die Möglichkeit, sich mitten in der Nacht mit Pizza, Chips und Popcorn zu versorgen (Energy Drinks und Kaffee sind auch sehr empfehlenswert). Die Studentenküche darf hier richtig überstrapaziert werden.

Leo anfeuern
Die Hauptbeschäftigung vieler Zuschauer wird es dieses Jahr sein, die Daumen für Leonardo die Caprio zu drücken. Der hat nämlich, trotz unzähliger fantastischer Rollen in ganz grossen Filmen noch nie einen Oscar bekommen.

Die Nominierungen sind dieses Jahr top
The Revenant, The Marsian, Mad Max – alles Top Filme die man nur weiterempfehlen kann. Doch noch eindrücklicher sind die Nominierungen für die besten schauspielerischen Leistungen. Für «The Danish Girl» ist auch dieses Jahr Eddie Redmayde im Rennen (letztes Jahr gewann er für die Rolle als Steven Hawking in «The Theory of Everything»). Wie bereits erwähnt ist auch Leonardo di Caprio wieder mit von der Partie. Als beste Schauspielerin geht zum Beispiel Cate Blanchett für ihre gleichnamige Rolle im Film «Carol»(sehr empfehlenswert) ins Rennen. Auch die unbekannteren Kategorien wie bester Kurzfilm oder bester ausländischer Film sind spannender als das man denkt. Hier findet ihr die gesamte Liste der diesjährigen Nominierungen.

Die Oscars werden diesen Sonntag, den 28. Februar, bzw. Montag, 29. Februar, verliehen. Auf Pro7 kannst du gesamte Veranstaltung live mitverfolgen.

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