Vom Badezimmerspiegel bis zum Übernahmeprotokoll: Was du beim Auszug von zu Hause beachten musst

Von zu Hause auszuziehen ist ein grosser Schritt in die Selbstständigkeit und Freiheit. Doch gehen auch Ängste und Zweifel damit einher: «Habe ich alles? Was muss ich beachten? Wie kann ich die langweilige Bude so einrichten, dass ich mich darin wohl fühle?»

Doch bevor man sich über das passende Mobiliar Gedanken macht, muss man zuerst eine Wohnung finden. Auf Seiten wie comparis.ch, homegate.ch oder auch auf dem Unimarkt existiert ein grosses Mietangebot zu Einzelzimmern und WGs. Hat man es geschafft etwas Passendes zu finden und den Mietvertrag endlich vor sich, sollte man vor dem Umzug noch ein paar wichtige Sachen erledigen:

Empfehlenswert ist eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen. Eine Kloschüssel geht zwar nicht oft kaputt, schafft man es aber dennoch irgendwie, kann das ein teurer Spass werden. Überschwemmt die Wasserleitung der kaputten Toilette zusätzlich auch noch eure Elektronikgeräte, kann eine Hausratsversicherung den Schaden abdecken. Das Angebot variiert jedoch von Versicherung zu Versicherung (auch hier kann das Vergleichsportal comparis.ch genutzt werden).

Um auch zuhause auf den Mailaccount der Uni zugreifen zu können empfhielt sich ein Internet/Telefon/Fernseher-Anschluss. Dieser sollte möglichst vor Einzug beantragt werden, da so etwas in der Regel Zeit in Anspruch nimmt. Strom/Wasser/Heizung wird meist über die Nebenkosten verrechnet und daher muss man sich da keine Sorgen machen.

Ist das alles erledigt, kann der Umzug kommen. Hier sollte man unbedingt auf ein Übernahmeprotokoll mit dem Vermieter bestehen. Dort werden Mängel wie zum Beispiel kaputte Fliesen vermerkt.  So kann man sich beim Auszug viele Probleme (und Geld) sparen.

Für den Umzug kann man sich in den meisten Baumärkten preisgünstig (in Stundenpauschale) Transporter mieten. Da Basel – wie viele andere Grossstädte auch – einen Mangel an Parkplätzen mit sich bringt, kann man sich bei der Polizei eine Sonderparkbewilligung holen und Schilder ausleihen, damit der grosse Tag des Auszugs nicht durch vollgestellte Parkplätze zum Scheitern verurteilt ist.

Umzugs- (oder Bananen-)Kisten können bei vielen Lager/Logistik-Grossfirmen, Baumärkten oder auch Läden wie Coop/Migros ausgeliehen werden. Freunde und Bekannte können natürlich auch um Umzugskartons und darüber hinaus um Hilfe gefragt werden. Das minimiert die Rückenschmerzen und etwaige Bandscheibenvorfälle.

Hat man schliesslich einen kleinen Transporter organisiert, kann man sich anfangen über die Möbel und Geschirr Gedanken zu machen. Preisgünstige Möbel gibt es an vielen Orten: In Brockenstuben, Second-Hand Läden, eBay, dem Unimarkt oder auch bekannte Seiten wie ricardo.ch.

Einrichtungstipps für die erste Wohnung
Im Schlafzimmer sollte ein schöner grosser Spiegel stehen (Hier gilt: Je kleiner die Wohnung, desto mehr Spiegel sollte man platzieren. Dazu folgende Inspiration). Man sollte auch auf Details achten, die dem Zimmer Charakter geben können, wie kleine Hauspflanzen oder LED-Streifen, die man unters Bett kleben kann wie Unterbodenbeleuchtungen bei Autos.

Gerade in WGs gibt es oft den Luxus eines grossen Wohnzimmers. Ein strategisches Vorgehen ist wichtig: Ausziehbare bzw. ausklappbare Tische, platzsparende Regale, Trennwände und eine Schlafcouch, falls sich Besuch anbahnt, sind praktische Möbel. Für entspannte WG-Abende beim gemeinsamen Kochen und dem Bier danach, sollte auch für Unterhaltung gesorgt sein, am besten mit alten Spielekonsolen und Netflix. Auch kann man sich eine Musikanlage besorgen, falls man sehr audiophil ist. Ergänzen kann man die gemütliche Atmosphäre über gemeinsame Bilder (der WG) an der Wand, die für einen besonderen Charme sorgen.

Die Küche ist sicherlich nicht nur am nervigsten sauber zu haltenm sondern ist voll mit allerlei kleinem Schnickschnack. In der modernen Küche sollte Folgendes nicht fehlen: Der Kühlschrank (sollte hoffentlich schon vorhanden sein, sonst müssen Sachen wieder in Salz eingelegt werden, um sie haltbar zu machen). Alles andere ist selbsterklärend. Ganz wichtig: Nicht die Kaffeemaschine vergessen. Selbst wenn man nicht so kaffeeaffin ist, ist es doch schade, wenn sich der Besuch (zum Beispiel ich) über fehlenden Kaffee Gedanken machen muss. Ein Wasserkocher für eine gute Tasse Tee tut es natürlich auch.

Was in ein Badezimmer gehört sollte auch klar sein, wichtig ist hier auch, wieder einen guten Spiegel zu besitzen. Wohnungen ohne Badezimmerspiegel waren mir schon immer sehr suspekt.

Ist das alles geklärt, kann die Wohnung Stück für Stück zu etwas Besonderem eingerichtet werden. Spielst du Gitarre? Häng sie an die Wand. Liest du viele Bücher? Staple dein Zimmer damit voll (auf ansprechende Weise natürlich). Wenn man sehr kunstaffin ist, kann man sich schöne Kunstdrucke kaufen, um diese dann quer durch die Wohnung platzieren. Damit hallt es nicht nur weniger, sondern man hat für langweilige Abende auch etwas zum an die Wand starren.

Besonders wichtig istzum Schluss, dass man alle über die neue Adresse informiert – nicht nur Freunde und Familie: Man muss sich beim Einwohneramt anmelden, einen Nachsendeauftrag bei der Post beantragen und die Adresse bei Banken, Versicherungen und Uni etc. aktualisieren.

Danial Chughtai

Der Versuch, absolute Erkenntnis zu erlangen, führte Danial Chughtai zum Physikstudium. Dass dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist, merkt er besonders abends um sieben - bei der vierten Tasse Kaffee. Wenn er nicht gerade ein neues Album hört, sich in fremde Vorlesungen verirrt oder überlegt auf Tee umzusteigen, ist er damit beschäftigt, seine Klamottenauswahl auf Vordermann zu bringen. Gerne vergnügt er sich mit den einfachen Dingen des Lebens; wenn's sein muss bei einem Roadtrip quer durch Europa.

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