UB – was geht (noch)?!

Bild: Universität Basel, Christian Flierl

Der Schock war gross, als ich vor etwa einem Monat von der Schliessung der Universitätsbibliotheken auf Grund der Corona-Massnahmen erfuhr. Dabei wollte ich mich in den Semesterferien doch dem Lesen und Schreiben widmen. Am vergangenen Mittwoch wurden die Massnahmen nun nochmals um fünf Wochen verlängert und nicht nur ich muss mich darauf vorbereiten, die vorlesungsfreie Zeit mit beschränktem Zugang zu Bibliotheken zu überstehen. Deshalb habe ich mich schlau gemacht, was bei der Universitätsbibliothek aktuell noch geht, und was nicht mehr. Cornelia Eitel vom Team der UB Basel und Matthias Geering von der Corona Task Force der Universität Basel haben mir Rede und Antwort gestanden.

In einer Mail vom IDS Basel Bern vom 22. Dezember wurde darüber informiert, dass aufgrund der Corona-Massnahmen des Bundesrates vom Freitag 18. Dezember die Rückgabefristen für alle Medien bis zum 31. Januar verlängert wurden. Gilt das für alle Medien?
Cornelia Eitel: Diese Regelung gilt nur für die Medien, die vor dem 7.12.2020 ausgeliehen worden sind.

Was passiert, wenn ein*e Studierende*r in Quarantäne muss und deshalb Bücher nicht zurückbringen kann?
Cornelia Eitel: Wenn eine amtlich bestätigte Quarantäne (vom Kantonsarzt) vorliegt, dann werden die Leihfristen verlängert und/oder die Mahngebühren ausgesetzt.

Durch die Schliessung der universitären Bibliotheken fallen zahlreichen Arbeits- und Lernplätze weg. Nicht alle Studierende können zuhause einwandfrei arbeiten. Welche Alternativen gibt es für Studierende, die auf Arbeitsplätze angewiesen sind?
Matthias Geering: Da haben wir schon im Frühling 2020 versucht, beim Gesundheitsdepartement eine Bewilligung zu bekommen, um gewisse Räume als Lernräume für Studierende zu öffnen. Dies wurde leider mit der Begründung abgelehnt, dass es gerade das Ziel der Massnahme sei, dass die Studierenden nicht an die Uni kommen und sich dort treffen, um gemeinsam zu lernen. Die einzige bewilligte Ausnahme sind gemäss Covid-Verordnung bereits angesetzte Prüfungen.

Können Bücher nur in der UB Hauptbibliothek und der UB Medizin abgeholt werden, oder auch in anderen Fachbibliotheken?
Cornelia Eitel: Auch die UB Wirtschaft hat eine Pick-up-Ausleihe. Weitere universitäre Bibliotheken haben Abholdienste; bitte die jeweiligen Webseiten konsultieren.

Was, wenn ich für mein Studium auf Bücher angewiesen bin, die nur im Präsenzbestand von Fachbibliotheken (zum Beispiel nur in den nun geschlossenen Lesesälen) erhältlich sind?
Cornelia Eitel: In verschiedenen Bibliotheken kann man per Kopienbestellung Kopien aus diesen Büchern bestellen. Da die Schliessung verlängert wurde, prüfen wir, ob es eventuell, wie im Lockdown im Frühjahr 2020, kostenlose Scan-Services geben wird. Derzeit bietet die Bibliothek der Juristischen Bibliothek bereits einen Scan-Service an. Weitere Informationen finden Sie hauf der Website der Juristischen Fakultät.

Sind Fernleihen weiterhin gewährleistet?
Cornelia Eitel: Wir bieten weiterhin die Möglichkeit, Bücher per Kurier und Fernleihe aus anderen Bibliotheken zu bestellen. Sie finden alle Informationen dazu auf unserer Webseite «Anmelden-Ausleihen-Bestellen».

Durch die Schliessung der Bibliotheken wird der für das Studium unabdingbare Zugang zu Büchern/Fachliteratur erschwert. Werden aufgrund dieser aussergewöhnlichen Situation Abgabefristen (für Seminar-, Bachelor-, oder Masterarbeiten) verlängert?
Matthias Geering: Es gibt keinen generellen Aufschub für Arbeiten, die abgegeben werden müssen. Die Studierenden können aber mit ihren Dozierenden/Betreuenden Kontakt aufnehmen und das Thema diskutieren, wenn es offensichtliche Hindernisse gab, die eine Abgabe verzögern.

Lisa Gianotti

Beim Betrachten einer zerbrechlich verkrampften Hand von Egon Schiele hat sich Lisa Gianotti dazu entschieden, Kunstgeschichte zu studieren. Von der schwerwiegenden Nebeldecke über dem Aargau ist sie der Sonne nach Basel gefolgt. In Museen findet sie die Ruhe, die in ihrem Kopf nicht immer herrscht. Wenn sich keine Leinwand vor ihren Augen befindet, dann tönen Klänge im Ohr. Sie würde gerne seltener Seminararbeiten und öfter Gedichte schreiben und ist in allem, was sie tut, nur halb so schnell wie ihre Mitmenschen.

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