Semesterstart – Alle Wege führen nach Rom, oder über ISIS

Die Mehrheit der Studierenden startet diese Woche mit einem mehr oder weniger fixen Stundenplan in ein neues Semester. Ich nicht – zwar beginne ich auch am Montag, jedoch ohne konkrete Vorstellungen, wie mein Semester denn nun aussehen wird. Mein Stundenplan, wird erst in den nächsten zwei Wochen Formen annehmen. Dann nämlich, wenn alle ISIS-Anmeldelisten verlesen und die begrenzt/begehrten Plätze vergeben sind. Und dies, obwohl doch schon alles viel früher begann…

Nämlich als ISIS für die Anmeldung der Seminare und Vorlesungen freigeschaltet wurde. Höhere Semester kennen diesen Anmeldeprozess bereits und allen Erstsemestern will geraten sein, sich so schnell wie möglich mit ISIS vertraut zu machen. Möglicherweise kann man das erste Semester noch problemlos studieren, auch wenn man sich nicht gleich bei der Aufschaltung von ISIS angemeldet hat. Im zweiten Semester wird es dann wohl schon problematisch oder gar unmöglich noch einen Platz im gewünschten Seminar zu bekommen. Welches Chaos dieser Anmeldungsprozess jeweils auslöst, schildert der Bericht, „Elektronisches Chaos an der Universität Basel“ von Matthias Strasser und Felix Unholz auf NZZ Campus, sehr eindrücklich.

Dass niemand so richtig glücklich ist über ISIS, weder die Studierenden noch die Dozierenden, wird sich auch in den kommenden Tagen wieder zeigen. Wenn sich nämlich wieder folgende Szenen abspielen: 120 Studierende, zusammengepfercht in einem kleinen Seminarzimmer, die darauf brennen einen der 30 Plätze zu kriegen. Denn teilnehmen darf, wer noch vor dem dreissigsten Platz auf der ISIS-Liste steht. À la first come first serve. Oder aber, es erscheinen von 100 angemeldeten Studenten nur 5. Dies freut die Studierenden, wirft aber oft das Konzept der Dozierenden über den Haufen.

Aber zurück zum Start. Mit ISIS wird er zu einem Spiessrutenlauf. Denn man muss sich, will man vernünftig studieren, für mehr Seminare anmelden, als man schlussendlich besuchen kann. Das bedeutet aber auch, dass man in den ersten zwei Wochen alle Seminare besuchen muss, für die man sich angemeldet hat. Denn wer nicht erscheint, wird gestrichen und bekommt keinen Platz. Diese Umstände beeinträchtigen den Start. Erstens kann und will man sich noch nicht vorbereiten und zweitens kann man vielleicht nicht die Kurse besuchen, für welche man sich wirklich interessiert hätte. Schade an diesem ganzen Prozess ist, dass die persönlichen Interessen und Vorlieben dabei des Öfteren auf der Strecke bleiben. So kommt es, dass man vielleicht gar nicht jene Seminare besuchen kann, die man ausgesucht hat.

Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich freue mich jedenfalls trotzdem aufs neue Semester.

 

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