PhD* – what else?

Du kannst dir unter Doktorieren nichts vorstellen? Dann wird es Zeit, sich näher mit der mythenumrankten Dissertation auseinander zu setzen! Zwei Doktorierende erzählen aus ihrem Alltag, verraten, welche Eigenschaften fürs Doktorieren von Vorteil sind und beweisen ganz nebenbei, dass die Dissertation gar nicht staubstrocken sein muss. Im ersten Teil erklärt Daniel Lüthi, wie wichtig es ist, ein Thema zu finden, dass einem auch nach drei Jahren noch in den Bann zieht. Bei ihm sind es die Bücher von Terry Pratchett.

 

Daniel Lüthi schreibt seine literaturwissenschaftliche Dissertation zum Thema „Englische Fantasyliteratur: Scheibenwelten“. Er konzentriert sich dabei vor allem auf die Scheibenweltromane von Terry Pratchett, der wie Tolkien im Herr der Ringe-Universum eine eigene Welt erschaffen hat. Er setzt sich in seiner Arbeit auch mit der (Literatur-)Geographie in Pratchetts Scheibenwelt auseinander.

Was war ausschlaggebend für den Entschluss, eine Dissertation anzugehen?
Ich schrieb schon immer gerne, auch Proseminar- und Seminararbeiten. Ausschlaggebend war schlussendlich die Gelegenheit, direkt an den Master anschliessend mit einer Doktorarbeit zu beginnen.

Wie hast du dich für dein Thema entschieden?
Bereits vor dem Master habe ich einige meiner Seminararbeiten zum Thema fantastische Literatur/Fantasy geschrieben. Auch meine Masterarbeit beschäftigte sich mit übernatürlichen Elementen in englischen Gothic Novels – ich lese privat sehr gerne Fantasy und Schauerromane. Das Thema meiner Doktorarbeit ergab sich so quasi von selbst. Ich finde, eine Dissertation sollte zu einem Thema sein, das einen auch nach drei Jahren noch fasziniert und interessiert.

Fühlst du dich noch als Student?
Teilweise sehe ich mich immer noch als Student, was unter anderem vielleicht auch daran liegt, dass ich als Präsident der Fachgruppe Englisch ständig mit Studierenden in Kontakt bleibe und studentische Anlässe wie Filmnächte und Semesterfeste organisiere. Aber ich habe eben auch einen Arbeitsplatz im Büro Literatur- und Kulturwissenschaften und unterrichte auch – was eher typisch für Doktoranden ist.

Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf variiert stark. Es gibt Tage, da arbeite ich zu Hause, an anderen Tagen gehe ich ins Büro oder in die UB. Grundsätzlich arbeite ich selbstständig – auch beim Unterrichten am englischen Seminar hatte ich bis jetzt die Freiheit, alles selbst zu planen und umzusetzen. So kann ich dieses Semester eine Übung zu Terry Pratchett geben, was direkt mit meiner Dissertation verknüpft ist.

Welche Eigenschaften sind für eine Dissertation besonders wichtig – und was denkst du, lernt man während dem Doktorieren vor allem?
Wichtig ist vor allem die Fähigkeit, fokussiert zu arbeiten. Nützlich ist ausserdem, immer einen Notizblock dabei zu haben – manchmal habe ich beim Abwaschen die besten Ideen. Was enorm hilft, ist immer wieder mal einen Schritt von der Arbeit zurückzutreten und sich zu fragen, was man damit eigentlich sagen will. Eine Dissertation ist ein Projekt, das man weitgehend selbst gestaltet und überarbeitet – und ich hoffe, dass mir diese Kompetenzen sowie meine Arbeit schlussendlich eine universitäre Karriere ermöglichen.

*PhD = Philosophiae doctor – nach vier Jahren Studium war es nun endgültig an der Zeit, diesen Begriff mal nachzuschlagen!

 

Auch Interesse an einem Doktorat? Alles Wissenswerte findet ihr auf der Website vom Graduate Center der Universität Basel.

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