Mmmmmmh, fein!

Der perfekte WG-Znacht – Ein Rezeptvorschlag

In diesen Kochbüchern extra für Studenten hat‘s ja immer nur gaaanz einfache Rezepte drin. So als wüssten StudentInnen kaum, wie man sich ein Spiegelei macht. So ein Chabis! Wer kann kochen, wenn nicht wir? Wir haben Zeit, sind offen für Neues und geben uns Mühe, das Leben zu geniessen. Mein Rezeptvorschlag ist deswegen weder besonders simpel, noch besonders zeitsparend, dafür aber ein richtiger Gaumenschmaus.

Das Rezept stammt ursprünglich vom Meisterkoch Yotam Ottolenghi (ich bin ein grosser Fan!), wurde aber durch eine Freundin noch ein bisschen abgeändert. Es ist eine pikante Tarte Tatin (Erklärung weiter unten). Das umwerfende an diesem Rezept ist die Kombination von Zwiebeln, Karamell, Ziegenkäse und Rosmarin. Falls jemand Ziegenkäse überhaupt nicht mag, ist Feta eine mögliche Alternative.

Dafür, dass die Tarte so lecker ist, ist sie ziemlich günstig. Alle Zutaten für vier Personen kosten so um die 10 Franken (Wenn man selber keinen Rosmarin hat, kann man ihn auch bei den Nachbarn abzwacken). Deswegen ist das Rezept auch so gut geeignet fürs WG-Znacht. Der Zeitaufwand ist auch nicht enorm, wenn man die Kartoffeln und Rüebli schon im Voraus kocht, geht der Rest nachher ganz schnell. Im Zweifelsfall macht man lieber ein bisschen mehr, die Tarte ist ziemlich dünn und schnell aufgegessen.

Wenn im Rezept etwas unklar ist, helfen vielleicht die Bilder weiter unten weiter, wer fachkundigen Rat braucht, schreibt einfach einen Kommentar.

Tarte Tatin mit karamellisierten Kartoffeln und Ziegenkäse

Eine Tarte Tatin macht man normalerweise mit Äpfeln, sie funktioniert genau umgekehrt wie eine normale Tarte (bzw. Wähe): Auf den Boden der Backform kommt zuerst das Karamell, darauf kommt üblicherweise das Obst und darauf legt man schliesslich den Teig. Wenn die Tarte ausgebacken ist, stürzt man sie, so dass der Teig, der vorher Deckel war, zum Boden wird. Das hat der Vorteil, dass die Tarte ziemlich chic aussieht und dass das Karamell genau da ist, wo es sein soll.

Die Zutaten für 4 Personen:

  • 500g kleine Kartoffeln (unbedingt festkochende, möglichst butterige)
  • 3 Rüebli
  • 7 Cherry-Tomätli
  •  Olivenöl, Salz und Pfeffer
  •  1 grosse Zwiebel
  •  40 g Zucker
  •  20g Butter
  •  3 Zweige Rosmarin
  •  200g Ziegenkäse (am besten eine Scheibe von einer Bûche, zB. Ribelaire)
  •  1 rund ausgerollter Kuchenteig (selber machen oder kaufen, Hauptsache nicht süss)


Wie man’s macht:

Kartoffeln und Rüebli mit der Schale kochen bis sie gar sind. Dann ungeschält in 1.5cm dicke Scheiben schneiden und auf die Seite stellen. Die Zwiebeln hacken und im Öl goldbraun anbraten. Dann eine runde Springform mit Backpapier auslegen.

Für das Karamell die Butter und den Zucker in einer kleinen Pfanne heiss werden lassen und mit einem Holzlöffel rühren, bis der Zucker schmilzt und die Masse ein wenig dunkler wird. Dann das Karamell (Achtung, heiss!) auf dem Backpapier in der Springform gleichmässig verteilen. Man braucht nicht den ganzen Boden gleichmässig bedecken und es macht auch nichts, wenn sich das Fett aus dem Karamell löst, einfach weiter machen. Auf das Karamell kommt der gehackte Rosmarin, dann legt man die Kartoffelscheiben, Rüeblischeiben und die halbierten Tomätli Seite an Seite nebeneinander in die Form, so dass die Zwischenräume möglichst klein sind. In die Zwischenräume kommen dann die gebratenen Zwiebeln und der zerbröselte Ziegenkäse. Was nicht in die Zwischenräume passt, streut man auf die Scheibchen drauf.

Das ganze wird schliesslich mit dem Teig zugedeckt und in den Ofen geschoben, nach etwa 25 Minuten bei 200 Grad ist die Tarte fertig, man erkennt das daran, dass der Teig leicht hellbraun wird. Fertig.

Und hier das Ganze noch in Bildern:

Und, wie findet ihr sie? Kennt ihr noch bessere WG-Rezepte?

 

Tags: /

2 Kommentare

  1. Martina
    Do, 18. April 2013 / 15:06 Uhr

    Aus demselben Buch zu empfehlen ist auch die Knoblauch-Tarte! Seeeehr lecker!!!

  2. Flora
    Mi, 30. Oktober 2013 / 10:23 Uhr

    Was auch extrem lecker is, die tarte „nur“ mit Cocktailtomaten, Peperoni (gelb) und ein bisschen Mozzarella zu machen… ganz wichtig is dann die fertige tarte mit frischen Basilikum oder Ruccola zu bestreuen… ahh die Mischung aus dem Karamel, mit dem Gemüse und dem Geschmack vom Basilikum… Geschmaksorgasmus….

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Universität Basel auf: