Klein aber fein: Kleinbasel

Bild: Christ & Gantenbein / Rhyschänzli GmbH

Basler Quartiere #2

Kleinbasel ist für viele immer noch ein rotes Tuch. Das ist schade, denn das Leben um den multikulturellen Quartierkern am Claraplatz bietet sehr viel. Was ich an Kleinbasel am meisten schätze, lest ihr hier:

Wie jede grössere Stadt, hat auch Basel seine Quartiere. Und diese Quartiere entwickeln zwangsläufig eine gewisse Eigendynamik. Das ist genau das Spannende in einer Stadt und sorgt für viel Innovation. Auch in Kleinbasel tauchen immer wieder neue Bars, Take-Aways und Cafés auf. Und einige verschwinden auch wieder. Dadurch ist das Quartier voller Leben und die kulturelle Vielfalt verdrängt die Eintönigkeit der Schweizer Durchschnittsquartiere.

Kleinbasels Einwohner bieten eine interessante Mischung: Von Hochqualifizierten aus allen Teilen der Welt, die für Novartis oder Roche forschen über wissenshungrige Studenten der Uni sowie kreativen Studierenden der Fachhochschule für Gestaltung und Kunst bis hin zu Leuten ohne geregeltes Einkommen, die auf die billigen Mieten angewiesen sind: Alles Spezien, die durchaus untypische Tagesabläufe haben. So herrscht in Kleinbasel ein 24-Stunden Betrieb.

Das bietet einige Vorteile: Zum Beispiel, falls das Bier an der WG-Party ausgeht, ist schnell Nachschub besorgt – auch um zwei Uhr Nachts. Dasselbe gilt für das Frühstück am Sonntag oder die fehlenden Eier für den Kuchen. Nachteile zeigen sich vor allem in der Prüfungszeit. Es ist mir auch schon passiert, dass ich vor einer Prüfung nicht einschlafen konnte, weil die rauchenden Gäste der WG-Party nebenan auf ihrem Balkon den Innenhof beschallten oder draussen auf der Strasse Leute herumgrölten. Damit muss man in Kleinbasel leben können. Die schönen Seiten des Quartiers lassen einem diese kleinen Übel gerne hinnehmen.

Hier einige Empfehlungen für euren nächsten Besuch:

Essen/Trinken:

– Gerade aktuell natürlich die Buvettes am Rhein (Bild). Die frischen Burger an der Buvette vor der Kaserne sind fantastisch und in Kombination mit Sonnenschein und Blick auf den Rhein etwas vom besten, was es in Basel gibt.

– Die Sandwich im eben neu eröffneten „Frank“ an der Feldbergstrasse sind ebenfalls sehr empfehlenswert.

– Den besten Kaffee und vor allem viele süsse Leckereien gibt’s im Da Graziella.

Ausgehen:

– Bars gibt es etliche: Wenn ihr der Feldbergstrasse entlang läuft, entdeckt ihr etliche coole Plätze, um etwas zu trinken.

– Sollte es nach der Bar das Bedürfnis nach „Tanzbeinschwingen aufkommen“, gibt es viele Möglichkeiten: Die Kaserne hat ein gutes Programm, aber auch die etwas eigenwillige Ladybar ist definitiv einen Besuch wert.

Sport:

– Das Joggen entlang dem Rhein-Ufer ist der perfekte Ausgleich zum Studium

– Die etlichen Outdoor-Ping Pong-Tische haben mich auch schon oft ins Schwitzen gebracht.

Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl und wird der Vielfalt Kleinbasels nicht gerecht. Ich empfehle euch sehr, nach der Uni mal den Sprung über den Rhein zu wagen. Es wird sich definitv lohnen.

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