«Gute Dozierende können ihre Motivation und Begeisterung für ein Fach an die Studierenden weitergeben.»

Zum zweiten Mal überhaupt an unserer Universität, werden im Mai die Teaching Excellence Awards vergeben, Preise für besonders engagierte und gute Dozierende. Darüber habe ich mit der Skubapräsidentin Daria Liach gesprochen, die letztes Jahr Mitglied der Jury „Starke Fundamente: Beste Grundlagenveranstaltung“ war. Sie studiert Jura im Bachelor.

Daria, was macht für dich eine besonders gute Professorin respektive einen aussergewöhnlichen Dozenten aus?
Gute Dozierende zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Motivation und Begeisterung für ein Fach an die Studierenden weitergeben kann. Zu Beginn meines Studiums war unsere Strafrechtsprofessorin genau so eine, die in den Studierenden das Feuer für Ihr Fach entfachen konnte. In den Vorlesungen hat Sie uns den Stoff anhand vieler Beispiele erläutert. Das hat das Ganze sehr lebhaft gestaltet. Nicht zuletzt ihretwegen ist das Straftrecht nach wie vor das Rechtsgebiet, welches mich am meisten interessiert.

Dann hat deine Professorin letztes Jahr den Preis der besten Grundlagenveranstaltung bekommen?
Nein, der Preis ging an Frau Dr. Zehrt-Liebendörfer vom Departement Mathematik. Wir von der Jury wissen natürlich nicht, wer die Lehrenden sind, die wir bewerten. Die Namen werden für den ganzen Prozess anonymisiert.

Wie läuft diese Jurierung denn ab?
Es gibt insgesamt fünf verschiedene Kategorien, in denen Dozierende nominiert werden können. Für jede Kategorie sitzen unterschiedliche Leute in der Jury. Ich war, wie gesagt, Jurymitglied in der Kategorie «Starke Fundamente». Dort werden Dozierende nominiert, die besonders gute Einführungs- und Grundlagenvorlesungen halten. Wir als Jury haben zuerst Kriterien definiert, welche für uns einen besonders guten Professor auszeichnen. Dann sind wir die Feedbacks der Studierenden durchgegangen und haben geschaut, wer von den Nominierten diese Kriterien aufgrund der Feedbacks der Studierenden am besten erfüllt.

Was waren denn die Kriterien?
Für uns war es unter anderem wichtig, dass die Preisträgerin bzw. der Preisträger den Lernstoff klar vermitteln und die wichtigen Punkte herausstreichen können. Der Stoff der Grundlagenveranstaltung sollte, wie der Name ja schon sagt, einen Grundstein fürs weitere Studium legen. Auch Engagement und die Fähigkeit, bei den Studierenden das Interesse für den Lernstoff zu wecken gehörte zu den Kriterien.

Alle diese Rückmeldungen auszuwerten klingt nach grossem Zeitaufwand! Wer kann denn alles seine Lehrpersonen nominieren?
Alle Studierenden der Universität können übers Internet in allen Kategorien Personen vorschlagen, die ihrer Meinung nach den Preis in jener Kategorie verdient hätten. Trotz hohem Zeitaufwand für die Auswertung haben wir uns sehr gefreut, dass zahlreiche Nominierungen von Studierenden eingegangen sind. Die Lehrpreisverleihung ist eine wichtige Sache!

Ja, ich habe davon letztes Jahr wirklich nicht so viel mitbekommen…
Da letztes Jahr die Teaching Excellence Awards zum ersten Mal verliehen wurden, war es teilweise schwierig, den Studierenden die Bedeutung der Awards näher zu bringen. Wir haben uns bemüht, dass möglichst viele Studierende von den Lehrpreisen erfahren und haben unter anderem auch die Fachschaften darüber informiert. Einige konnten richtig gut für ihre Professoren mobil machen. Wir hoffen aber, dieses Jahr noch mehr Studierende für die TEA zu begeistern!

Was bedeutet deiner Ansicht nach eine solche Auszeichnung für die Preisträger?
Ich würde den Preis als Ansporn dafür sehen, den guten Weg weiterzugehen, den sie ja schon eingeschlagen haben. Die Lehrpreisverleihung bietet den Studierenden die Möglichkeit, das Engagement ihrer Dozierenden anzuerkennen und sie auf ihrem eingeschlagenen Weg zu bestärken.

Das sehe ich auf jeden Fall auch so! Vielen Dank dir Daria!

Weitere Informationen zu den Lehrpreisen findet man hier.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Universität Basel auf: