Die Umweltplattform – weil Engagement ein UPdate braucht

Seit ein paar Monaten gibt es eine neue Organisation, die sich schweizweit für mehr Umweltengagement einsetzt: die Umweltplattform. Oder kurz UP. Die jungen Leute, die dahinter stehen, organisieren sogenannte Pop-Up-Events zu den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt. Nicole engagiert sich in der Lokalgruppe Basel und erklärt mir mehr.

«Es geht darum, eine offene Umweltbewegung zu starten und eine Plattform zu bieten. Einerseits für Leute, die sich noch nicht für die Umwelt engagieren und andererseits für bereits bestehende kleine Organisationen und Vereine», erzählt mir Nicole, die an der Universität Basel Medienwissenschaften und Geschichte studiert. Im Sommer hat sie sich um den Social Media Auftritt der UP gekümmert. Jetzt engagiert sie sich in der Lokalgruppe Basel. Weitere Lokalgruppen gibt es in Zürich, Genf, Davos und Lausanne. An all diesen Orten fanden bereits einige Events zu Themen wie dem Welttoilettentag oder Mobilität statt. In Basel wurde vor ein paar Wochen ein Kleidertausch in der Markthalle sehr erfolgreich durchgeführt.

«Es gibt viele Leute, die sich gerne engagieren würde, aber keine Zeit haben. Wir wollen ein Angebot schaffen, an dem man sich ohne Verpflichtungen und ohne grossen Zeitaufwand beteiligen kann. Vielleicht nur für einen Abend, vielleicht kommt man aber auch auf den Geschmack und will mehr tun», so Nicole. Der Impuls für die neue Plattform kam von der Umweltallianz, einem Zusammenschluss der vier grossen Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF. Die Gründung von UP ist eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass viele Menschen sich zwar für die Umwelt interessieren, sich aber nicht verbindlich bei einer grossen Organisation engagieren wollen. UP wird unabhängig geleitet und bietet einen lockeren Rahmen, in dem man sich flexibel über Themen informieren und vernetzten kann. Lokales Handeln wird so in kurzer Zeit möglich.

Eine Welt ohne Müll

Ideen für Veranstaltungen werden auf der Homepage und während den Events gesammelt. Engagierte Personen, die sich für ein Thema einsetzen wollen, können UP um Hilfe bei der Organisation des Events bitten und Gleichgesinnte kennenlernen. Durch diesen Austausch findet man Lösungen und bringt das Projekt ins Rollen. So entstand zum Beispiel vor kurzem eine Truppe, die sich dem Thema «Zero Waste» widmet. Gemeinsam entwickelt die Zero Waste Gruppe nun Projekte, um Menschen auf das Problem Müll aufmerksam zu machen und ihre eigene Müllproduktion zu verringern. Am 24.11.2016 trifft sich die Zero Waste Gruppe, um weitere Schritte zu planen. Interessierte sind herzlich willkommen.

Einen Tag vorher, am 23.11.2013, findet eine Filmführung des Films «Tomorrow» in Kooperation mit dem Studentenkino Mellow Films statt. Der Film zeigt einen positiven und inspirierenden Blick auf neue Lösungsansätze für eine nachhaltige Zukunft. Der Anlass bietet die Möglichkeit den Film in den Räumlichkeiten des Deutschen Seminars anzuschauen und anschliessend in Kontakt mit bereits bestehenden Basler Organisationen zu kommen.

Am 17. Dezember ab 14 Uhr ist dann ein Upcycling-Weihnachtsgeschenke-Nachmittag geplant. Hier kann man seine Weihnachtsgeschenke selbst gestalten und lernt auch noch, wie sie sich dank einer japanischen Technik umweltfreundlich verpacken lassen. Mehr dazu auf der Facebook-Eventseite.

Ideen jederzeit willkommen!

Wer UP-to-date bleiben will, welche Aktionen schweizweit am laufen sind, dem sei neben der Webseite auch die Facebookseite empfohlen. «Mit Ideen kann man immer auf uns zukommen!», versichert mir Nicole. Jede Initiative ist willkommen. Wenn euch also ein Umweltthema am Herzen liegt, aber ihr nicht sicher seid, wie ihr es angehen sollt, meldet euch bei UP! Nicole und ihr Team freuen sich auf eure Vorschläge.

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