Auf Jobsuche während der Pandemie – ein Erfahrungsbericht

Schild «for hire»
Gerade in der Pandemie ist die Suche nach passenden Stellen schwierig (Bild: unsplash).

Wenn alles nach Plan läuft, werde ich im Sommer mein Bachelor-Diplom in den Händen halten. Deshalb war ich in den letzten Wochen auf der Suche nach einer Praktikums-Stelle. Wie es mir dabei ergangen ist und für welchen Job ich mich entschieden habe, liest du im folgenden Blogpost.

Wie ihr in einem meiner letzten Blog-Posts von mir schon lesen konntet, wollte ich lange Zeit Journalistin werden. Um dieses berufliche Ziel zu erreichen, habe ich ein Medien- und Politikwissenschafts-Studium in Basel absolviert. Nach einem Stage im Lokal-Journalismus war ich mir bei meinem Berufswunsch jedoch nicht mehr so sicher. Deshalb habe ich meine Zukunftspläne über den Haufen geworfen und mache nun nach dem Bachelor wieder ein Praktikum, nur diesmal in eine etwas andere Richtung.

Die Medienbranche fasziniert mich noch immer. Auch wenn ich nicht in der Redaktion als Journalistin tätig sein will, so habe ich mich doch lange und intensiv mit den Medienhäusern auseinandergesetzt. Von dem her war es für mich naheliegend, in diesem Metier einen anderen Beruf ins Auge zu fassen. Vorstellen konnte ich mir beispielsweise etwas in die Richtung Unternehmenskommunikation, Marketing oder Public Relations.

Jobsuche während der Covid-19 Pandemie

Bei meiner Suche hatte ich das Gefühl, dass weniger Praktikums-Stellen ausgeschrieben sind als sonst. Ob das nun an der Pandemie liegt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich habe eher wenige Bewerbungen versendet, um genau zu sein waren es fünf Stück. Ich war sehr wählerisch und habe mich wirklich nur auf Stellen beworben, die für mich hundertprozentig in Frage kamen.

Mir ist zudem aufgefallen, dass viele junge Leute in meinem Umfeld Linkedin nutzen, um ihre Chancen für eine Stelle zu erhöhen. Das ist für mich auch kaum überraschend, zumal keine Networking Events vor Ort stattfinden können. Die Bewerber*innen von heute müssen also auf andere Art auf sich aufmerksam machen und sich verknüpfen.

Auch ich habe bei Linkedin angegeben, dass ich auf Jobsuche bin. So können beispielsweise Recruiter sehen, dass ich aktiv auf der Suche nach einer Stelle bin. Wenn man nun will, dass sein ganzes Netzwerk Bescheid weiss und nicht nur die Recruiter, dann kann man ein Banner mit «#opentowork» auf seinem Profilfoto anzeigen lassen.

Screenshot von Linkedin-Profil

#opentowork: Mit diesem Banner macht man sich bei der Jobsuche besonders sichtbar (Screenshot Linkedin).

Mein Bewerbungsprozess

Bei der ersten Bewerbung habe ich fünf Wochen auf eine Antwort gewartet, um dann eine Absage zu erhalten. Bei der zweiten und dritten Bewerbung wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Natürlich fanden diese online und nicht vor Ort statt, zumal die Mitarbeitenden selbst auch im Homeoffice arbeiten. Das eine Mal fand das Treffen über «Google Meets» statt und das andere Gespräch war über «Microsoft Teams». Beide Video-Konferenz-Tools waren glücklicherweise leicht zu bedienen und es hat alles auf Anhieb geklappt.

Ich muss sagen: Ich fand die virtuellen Besprechungen ganz in Ordnung. Zwar habe ich das Gefühl, mein Gegenüber nicht ganz so gut kennengelernt zu haben, wie das «in echt» der Fall gewesen wäre. Trotzdem konnte man sich über alles unterhalten, was auch in einem Bewerbungsgespräch vor Ort besprochen worden wäre. Schade finde ich jedoch, dass ich meinen zukünftigen Arbeitsplatz nicht vor Ort anschauen konnte. Dazu muss man jedoch sagen, dass ich wohl auch ab August einen Teil meiner Arbeit im Home-Office erledigen werde.

Tipps fürs virtuelle Bewerbungsgespräch

Wenn ihr meine Tipps fürs Online-Bewerbungsgespräch nochmals ausführlich lesen wollt, kann ich euch meinen Beitrag mit dem Career Service Center empfehlen. Wichtig ist sicherlich, dass die Technik nicht streikt. Das kann man aber natürlich nur zu einem gewissen Grad selbst beeinflussen. Andererseits solltet ihr darauf achten, dass die Familie oder in einer Wohngemeinschaft die Mitbewohner informiert sind – nicht dass jemand mitten im Gespräch hereinplatzt.

Zu guter Letzt gilt auch beim Online-Bewerbungsgespräch, dass man sich gut präsentieren muss. Ich selbst habe ein passendes Outfit zusammengestellt und mich dezent geschminkt. Zudem habe ich darauf geachtet, mein Zimmer ordentlich zu halten, weil man dies im Online-Bewerbungsgespräch ja teilweise im Hintergrund erkennen kann. Eine andere Variante wäre es, sich einen virtuellen Hintergrund herunterzuladen. Doch auch dort ist Vorsicht geboten, denn dieser soll ja auch professionell wirken.

Im Grossen und Ganzen verlief der Bewerbungsprozess für mich reibungslos. Ich will euch das Ergebnis meiner Jobsuche natürlich nicht vorenthalten: Ich habe eine Stelle als Social Media-Praktikantin beim Fernsehsender 3+ erhalten und werde diese auf Anfang August antreten.

Romina Gilgen

Den Kleiderschrank voller Polaroids, weil Momente festgehalten werden wollen und weisse Schränke sowieso zu langweilig sind. Romina sieht das Leben als wunderschönes Chaos, mit all seinen Höhen und Tiefen und doch in seiner Gesamtheit wunderschön. Um ihre Neugierde zu stillen, bereist sie die ganze Welt, sofern es ihr Budget erlaubt. Ihre unerschöpfliche Inspirationsquelle ist die Erde, mit all ihren interessanten Menschen und den Wundern der Natur.

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