ADAM revisited

Jeder der in Basel studiert, hatte schon etwas mit ADAM zu tun. ADAM ist nicht etwa der Hausmeister, sondern steht für «Advanced Distribution And More» und ist somit der Verteiler von Unterrichtsmaterialien der Universität Basel. Ist ADAM also nur eine PDF-Schleuder? Nein, es kann viel mehr.

ADAM bietet zahlreiche Funktionen, die Dozierende bei der Gestaltung ihrer Lehrveranstaltungen für Studierende unterstützen und kann in zwei Modi genutzt werden: Als ADAM-Standard und seit Herbstsemester 2017 auch als ADAM-LMS (Learning Managment System).

ADAM-Standard
ADAM-Standard begleitet seit 2012 den Lehrbetrieb. Damit können Dozierende Ordner anlegen, Dateien und auch Verlinkungen zu anderen Webseiten hinzufügen und dieses Material für die Studierenden so online zugänglich machen.

Für Mitglieder des jeweiligen Workspaces können Umfragen erstellt werden. Von simplen Ja/Nein-Fragen bis hin zu Freitexten ist alles möglich. Für diese Umfragen können Dozierende einen Fragenpool erstellen, bei dem sie häufig gestellte Fragen vordefinieren.

Der Baustein «Forum» ermöglicht es euch, euch mit den Dozierenden austauschen und Diskussionen untereinander zum Stoff zu führen. Daneben steht allen ADAM-Nutzerinnen und -Nutzern auf dem Schreibtisch das Portfolio zur Verfügung. Dies könnt ihr nutzen, um euren Lernprozess zu reflektieren, ausgewählte Arbeitsergebnisse zu dokumentieren und ein Kompetenzprofil zu entwickeln.

ADAM-Standard bringt demnach schon einen grossen Spielraum mit sich. Bei Bedarf können Dozierende aber auch Bausteine von ADAM-LMS nutzen und so das studentische Lernen noch vielfältiger machen.

ADAM-LMS 
Seit diesem Herbstsemester ist ADAM nun zur vollumfänglichen Lernplattform ausgebaut und bietet erweiternde Funktionen fürs Online-Lernen. Jeder Vorlesungstermin kann als eigene Sitzung mit Unterrsichtsmaterialien der aktuellen Woche definiert werden. Ausserdem lassen sich von Dozierenden studentische Arbeitsgruppen innerhalb eines Workspaces gründen, um diese unabhängig voneinander begleiten zu können.

Mit einem Wiki erstellt ihr eine Knowledge-Base, die von euch dynamisch verändert oder erweitert werden kann. Um Diskussionen anzukurbeln, könnt ihr auch auf einen Blog zurückgreifen, in dem ihr beispielsweise eigene Berichte, Essays, Protokolle etc. hochladen könnt.

Lernmodule geben dem Dozierenden die Möglichkeit, wie in einem E-Book, Lerninhalte, wie z. B. Texte, Bilder, Audio- und/oder Videodateien sowie kleine Selbsttests zu einer abgeschlossenen Lerneinheit zusammenfassen und den Studierenden zur Verfügung zu stellen.

Das Glossar soll euch wichtige Fachbegriffe der Veranstaltung zugänglich machen. Es ist in diesem Kontext vergleichbar mit einem zur Vorlesung zugeschnittenen Wörterbuch.

Das Modul «Übung» bietet Dozierenden die Möglichkeit, Aufgaben zu formulieren und diese im Blick zu behalten. Ihr reicht eure Lösungen zu Übungsaufgaben und andere schriftliche Arbeiten direkt auf ADAM ein. Sogar begleitende Tests und Übungsklausuren können durch den Baustein «Test» über ADAM verteilt, bearbeitet und korrigiert werden.

ADAM-LMS bietet also seit Herbstsemester 17 viele Möglichkeiten, ist aber auch komplex. Deswegen erfordert es von den Dozierenden viel Engagement, um das technische Potenzial didaktisch auszuschöpfen. Momentan gibt es bereits erste Dozierende, die ADAM-LMS in der Lehre einsetzen. Zukünftig werdet ihr wohl immer häufiger eure Lernerfahrungen in einer Online-Lernumgebung mit Wiki, Blog, Lernmodul, Glossar etc. machen. Da viele dieser Funktionen über ein grosses Potenzial verfügen, seid ihr herzlich eingeladen, bei Dozierenden für Anregungen zu sorgen und gegebenenfalls mit eigenen Ideen die Veranstaltung mitzugestalten.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Tags: / /