Wissensdurstige, aufgepasst!

Screenshot: coursera.org

Ein Bericht in der Zeitung hat mich neugierig gemacht. Obwohl man es immer wieder mal irgendwo aufschnappt oder kleinere Berichte darüber liest, habe ich es noch nie selbst ausprobiert. Gemeint sind Online-Kurse, kurz auch MOOCs, Massive Open Online Courses.

Also Kurse, die im Internet allen zugänglich sind. Das Internet legt sich nun neben der Musik- und Filmindustrie auch mit den Universitäten an. Bekanntlich kann man aber erst mitreden, wenn man es selbst ausprobiert hat. Natürlich ist es möglich, sich die positiven wie auch die negativen Faktoren in etwa zusammen zu reimen, auch wenn man noch nie einen solchen Kurs besucht hat. Bildung für alle? Klar! Kostenlos, natürlich, ich mein hallo, es ist das Internet. Obwohl, für ein Zertifikat muss man dann doch ein klein wenig Geld in die Hand nehmen. Was bedeutet, man lernt tatsächlich, um sein Wissen zu erweitern. Denn Credits kann man hier nicht sammeln und wie angesehen diese Zertifikate sind, das weiss ich nicht.

Einen Versuch ist es wert
Gesagt getan. Ich habe mich für einen Kurs auf coursera angemeldet. Bis ich jedoch endlich wusste, für was ich mich nun anmelden möchte, brauchte es ein wenig länger. Ein Vorlesungsverzeichnis gibt es schon, aber es ist unendlich. So suchte ich ein wenig länger als mit einem Vorlesungsverzeichnis von der Uni, was denn nun das Richtige sein könnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass es wirklich zu allen möglichen Themen einen Kurs gibt. Schliesslich habe dann doch noch etwas Interessantes gefunden und mich eingeschrieben. Ganz nach dem Motto: Wer sucht, der findet.

Ich muss sagen, es braucht ein wenig mehr Überwindung so ohne Mitstudenten und festen Zeitplan, diese ganze Übung konsequent durchzuziehen. Seit zwei Wochen schaue ich mir nun also fast jeden Abend diese Video-Lectures an und lese online die angegebene Literatur. Es macht Spass. Die Aufzeichnungen sind jetzt nicht wahnsinnig gut und können mit der Stimmung in einem Vorlesungssaal niemals mithalten, aber man kann ab und zu doch noch etwas Interessantes aufschnappen. Sinnvoll ist es vor allem dann, wenn man danach die angegebene Literatur weiterverfolgt.

Alles in allem bin ich positiv gestimmt, dass ich diese sechs Wochen durchhalten werde und sicher auch etwas lerne, was man fürs Studium und fürs Leben gebrauchen kann. Vielleicht wäre es noch von Vorteil, sich bei den unzähligen Foren zu beteiligen. Aber dafür reicht dann meine Zeit doch nicht und es ist immer noch so, dass ich lieber darüber rede als in einem Chat zu schreiben. Vielleicht ist das auch bald möglich, wer weiss? Verbesserungspotential ist sicher da. Das Gute am Internet ist aber auch, dass es durch die Analyse der Lernenden sehr schnell umgesetzt werden kann.

Falls euch also in den Ferien mal danach zumute ist, ein wenig euer Wissen zu erweitern, kann ich es nur empfehlen, sich mal durch die Kurse zu klicken und vielleicht bleibt ihr ja bei etwas hängen, was euch interessiert.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Universität Basel auf: