«Tanzen macht mich einfach glücklich» – Bailamos Salsa, der Glücksbringer

Männer in Spiegelung am Tanzen im Studio.
¡Arriba! – Mit einer geballten Ladung Tanzendorphinen gegen den Lockdown-Blues (Bild: Delia Ebi).

Bist du ein «Dance monkey» und fehlt dir der Rhythmus im Leben? Sehnt sich dein Tanzbein nach einer «footloose» Gelegenheit? Dann bist du bei Bailamos Salsa genau richtig! Lies hier, wie du wieder etwas Schwung in deinen Alltag bringst.

«You give me fever», singt Peggy Lee aus den Boxen, es liegt eine spürbare Spannung in der Luft. Alle sind in Position. Die Choreographie sitzt. Jetzt oder nie. Ein Handzeichen und auf fünf, sechs, sieben, acht geht’s los! Schnipsen und ein Schritt zur Seite, nochmals; Schnips, Schritt, halbe Drehung, Hüfte nach links, Blick nach vorn. Auf «Kiss me!» werfen wir mit einer schnellen Kopfbewegung unsere Haare in die Luft, wie sonst nur Claudia Schiffer für Schwarzkopf, bevor es runter auf den Boden geht …

Am nächsten Tag sind meine Knie blau und meine Muskeln verkatert. Meiner Seele hingegen ging es nie besser. Friedrich Nietzsche wusste bereits: «Verloren sei uns der Tag, wo nicht ein Mal getanzt wurde!»

«Tanzen gehört zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen»,

gesteht Matthias, einer der drei dekorierten Schulleiter*innen von Bailamos Salsa. Damit ist er wohl nicht alleine, denn die Begeisterung für el baile ist den passionierten Tanzlehrer*innen ins Gesicht geschrieben. Darunter befinden sich Schweizermeister*innen und international bekannte Persönlichkeiten. «Wir wollen unsere Leidenschaft für den Tanz unseren Schülern*innen weitergeben», sagt Matthias. «Denn Tanzen ist pure Lebensfreude!»

Dieses Dancer’s Paradise findet man mitten im Zentrum der Stadt, oberhalb der uns allen bekannten Balz und Baltazar Bar. Über den Dächern Basels wird Kizomba, Bachata, Salsa, Cha Cha Cha sowie Reggaeton gelehrt und geliebt. Täglich finden mehrere Kurse online sowie vor Ort statt und sobald es die Corona-Regeln wieder zulassen, werden die wöchentlichen Prácticas wieder zurück ins Leben gerufen. Dabei kann man das Gelernte gleich beim sozialen Tanzen üben und vor allem; geniessen. ¡Arriba!

Stolen Dance – Tanzen in den eigenen vier Wänden

Online Vorlesungen, online Tanzkurse. Macht das Spass? «Please, unmute and ask, if there is a question», beschwört uns Anastasia, Tanzlehrerin des Salsa Kurses, und mit einem Zwinkern fügt sie hinzu: «You know, I am an angel!». Ihre Energie ist sogar über den Bildschirm ansteckend, die Musik erklingt, es wird getanzt. Ein, zwei Mal falle ich nach einer wilden, zugegebenermassen unkontrollierten Drehung fast in meinen Kleiderschrank und kann mich mit Mühe gerade noch mittels Bürostuhl vor einer Kleiderkollision bewahren. Es ist noch kein Meister in den Kleiderschrank gefallen, die hatten aber auch deutlich weniger Spass.

Drei Männer am Tanzen

Schnips, Schritt, halbe Drehung, Hüfte nach links, Blick nach vorn – es braucht einiges, bis die Choreo steht (Bild: Delia Ebi).

Burlesque mitten in Basel

Viele Studenten*innen kommen im Verlaufe des Studiums mit Bailamos Salsa in Kontakt, darunter auch Nina, Psychologie-Studentin im Master. Sie höre praktisch den ganzen Tag lang Musik, ihre Kopfhörer sind ihre ständigen Begleiter. «Das Tanzen ist für mich ein Weg, meine Liebe für die Musik auszudrücken», erklärt sie. Tanzen mache sie einfach glücklich.

Nina ist auch bei der neuen Heels Klasse dabei, wo sie lernt, in hohen Schuhen zu tanzen, zu drehen und das Schwierigste von allem: langsam zu laufen. Einmal pro Woche in schwindelerregend hohen Absätzen zu «Wannabe» von Spice Girls die Hemmungen fallen lassen, mal ganz anders zu tanzen und: «Die eigene Komfortzone verlassen.» Cher und Christina wären bestimmt stolz.

Bailamos Salsa: Mit Risiken und Nebenwirkungen

Tanzen bringt ein Feuerwerk an positiven Nebeneffekten mit sich: Mit der multisensorischen Stimulation senkt man zum Beispiel das Demenzrisiko! El baile ist Jogging für das Gehirn, man tanzt sich sozusagen schlau.

Aber Bailamos Salsa ist nicht nur eine Tanzschule oder Demenzprävention, sondern auch ein Ort der Begegnungen. Auf und neben der Tanzfläche lernt man unheimlich inspirierende Menschen kennen: Die einen bauen Quantenmikroskope, die anderen designen ihre eigenen Tanzschuhe und jemand braut so ganz nebenbei sein eigenes Bier. Eine wirklich mitreissende Mischung aus Menschen. So kommt es dann auch, dass man sich nach der letzten Tanzstunde des Tages inmitten eines Gespräches über Bienenvölker wiederfindet, sich über das Bauen von Robotern unterhält und dabei eigens gebrautes Bailamos Salsa Bier trinkt. Ein Hoch aufs Tanzen!

Autorin Josefin Kaufmann mit Bier in der Hand.

Nach dem Tanzen kann man bei selbstgebrautem Bier über Gott und die Welt reden (Bild: Delia Ebi)

Can’t stop the feeling! (Justin Timberlake)

Es mag verrückt erscheinen, was ich gleich sagen werde (Pharell Williams), aber ich fühle mich besser, wenn ich tanze (Meghan Trainor). Die Tortur der Lernphase (Shakira) ist spätestens nach dem Aufwärmen abgeschüttelt (Taylor Swift) und ich will nur noch in der Runde auf dem Boden tanzen (Michael Jackson). Besuche auch du einmal eine Probelektion bei Bailamos Salsa, lass dein Herz Boom Boom machen (Luis Fonsi) von diesem knisternden Feuerwerk und schiess durch den Himmel (Katy Perry)!

Denn tanzen macht einfach glücklich.

Josefin Kaufmann

Mit viel intrinsischer Motivation studiert Josefin Kaufmann Medizin; der Schlüssel zum Erfolg ist der Kaffee. Bunt gekleidet, oft zu spät, immer am Lachen. Obwohl sie es geniesst, Köstlichkeiten zu schmausen, befindet sich oft nur Licht und Senf in ihrem Kühlschrank. Auf dem Fahrrad recht gefährlich unterwegs, sind Sonntagsfahrer und rote Ampeln ihr ein Dorn im Auge. Fahrradhelm ist aber ein Muss, Medizinstudium sei Dank.

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