Sprachen lernen via Skype

Wenn du noch nicht daran bist, Sprachen via Skype zu lernen, solltest du schleunigst damit anfangen! Ein Plädoyer.

Das Internet ermöglicht vieles. Man kann sich den Gang zur Videothek sparen, auf schwere, gedruckte Enzyklopädien verzichten, heimlich Drogen per Post bestellen und am allerwichtigsten: sich mit dem Rest der Welt vernetzen. Gerade für ein Sprachstudium ist das extrem hilfreich. Man kann während dem Semester  bzw. mit einem Studierendenlohn leider nicht so oft in die Wahlheimat fahren, um Sprachen zu üben, wie man das möchte. Dank Online-Sprachunterricht mit einem Privatlehrer ist das aber nur halb so schlimm.

Via Skype stehen dir Tausende Sprachlehrer aus aller Welt zur Verfügung. Du brauchst nur in die Computertasten zu greifen, um sie im Internet zu finden. Dabei stehen dir keine institutionellen Hürden mehr im Weg. Wer des britischen oder amerikanischen Englisches überdrüssig ist, kann sein Studium getrost mit Privatunterricht in Patois (der jamaikanische Soziolekt) kombinieren. Auch muss man sich nicht mehr an Lehreragenturen halten, da man sich, Internet sei Dank, direkt mit dem Lehrer in Verbindung setzen kann.

Vor dem Computer Sprachen lernen? Das hört sich doch kompliziert an…
Ganz im Gegenteil! Ich selbst nehme seit einem halben Jahr wöchentlich Ägyptisch-Arabisch Unterricht und habe noch nie so effizient eine Sprache geübt. Den Laptop kannst du überall aufschlagen. In Kombination mit der Wireless-Hotspot Funktion der meisten Smartphones, kann man dabei sogar im Park auf einer Wiese sitzen. Die einzige mögliche Komplikation ist, wenn die Internetverbindung versagt oder es einen Stromausfall gibt. Das kommt in Kairo leider nicht selten vor.

Es ist wirklich angenehm, die eigene private Arbeitsatmosphäre während dem Unterricht bestimmen zu dürfen. Dabei muss nicht einmal die Kamera eingeschaltet werden, da nur die auditive Kommunikation nötig ist. Wenn man hingegen nicht weiss, wie man ein Wort schreibt, kann der Lehrer es im Skype-Chat ausschreiben. Das geht viel schneller als das Vorbuchstabieren und ist gerade bei Sprachen mit einer anderen Schrift (Arabisch, Japanisch, Kyrillisch etc.) wirklich eine grosse Hilfe.

Ein weiterer Vorteil kommt dazu: Als Schweizer Student hat man den geerbten Vorteil, Teil einer relativ starken Wirtschaft zu sein. Die statistische Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich dein Lehrer in einem ärmeren Land befindet. Der Stundensatz ist in anderen Ländern (bspw. Ägypten) deutlich tiefer. Es empfiehlt sich allerdings in solchen Fällen aus ethischen Gründen mehr als den üblichen Stundenlohn zu bezahlen.

 

2 Kommentare

  1. Jan
    Mo, 23. März 2015 / 11:44 Uhr

    Vielen Dank für den super Artikel Philip!

    Mir haben die Online Software Babbel und der Einzelunterricht via Skype über italki sehr geholfen, um innerhalb von 5 Monaten fliessend Spanisch zu lernen.

    Meiner Meinung nach ist es außerdem super wichtig, sich ein genaues Ziel ( „Ich spreche am 1.1.2017 fliessend Englisch“) zu setzen und sich dann für jede Woche Meilensteine festzulegen und diese genau zu kontrollieren oder noch besser: vom Partner oder Kumpel kontrollieren lassen! ;-)

    Beste Grüße aus Hannover

    Jan
    http://www.goalmate.de

  2. Marina
    Mo, 11. April 2016 / 14:47 Uhr

    Wusste gar nicht, dass sowas bei Skype möglich ist. Echt ein super Geheimtipp!

    Habe schon seit längerem vor, eine weitere Sprache zu lernen, habe bisher aber noch nicht den richtigen Rahmen für so ein Projekt gefunden.
    Ein Sprachkurs bei Skype wäre echt eine tolle Variante!

    Viele Grüße aus Berlin,

    Marina
    https://cambridge-editing.com/de/

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