Secondhand-Bücher mit Charme – probier’s mal aus..

Ach, wie hat das gut getan. Endlich konnte ich meine Ordner ausmisten, meine Bücher neu sortieren und Ballast abwerfen.

Nach jedem Semester ist es mir eine Freude und ein Graus zugleich, mich von den Dingen zu befreien, die dazu gedient haben, die Seminare und Vorlesungen gut zu bestehen. Dinge, von denen man weiss, dass man sie nicht für immer besitzen möchte.

All die kryptischen Notizen, welche man sich mit dem Wissen gemacht hat, dass man sie beim nächsten Mal sowieso nicht mehr lesen kann. Stapel an Blättern, die man angehäuft hat, um während des Seminars mitzuhalten und die man vielleicht auch hätte lesen sollen. Aber wie so oft bleibt es manchmal auch nur beim Ausdrucken und Anhäufen.

Aber sobald das Semester vorbei ist, tut es gut, sich von genau diesem Material wieder zu befreien. Zumindest von all jenem, wo man glaubt, es nie mehr wieder zu gebrauchen.

Ich gehöre da eher noch zu den Jägern und Sammlern aber manchmal frage ich mich, was mir all die Notizblätter und Skripte bringen. Werde ich jemals wieder einen Blick hineinwerfen? Zumindest denke ich das bei all jenen Dingen, die ich von meinem Studium aufbewahrt habe und weiterhin aufbewahren möchte.

Bei den Büchern sieht es da bei mir ein wenig anders aus. Ich liebe Bücher, aber bei einigen konnte ich mich dann doch dazu durchringen, sie weiter zu geben. Meist sind dies Bücher, die ich (zumindest hoffe ich das) nicht mehr brauchen werde. Ich habe sie entweder verschenkt, oder auf der Website www.studienbuch.ch zum Verkauf angeboten. Viele davon habe ich tatsächlich unter die Leute gebracht. Aber eben, wie gesagt, ich liebe Bücher und so kommt es, dass ich meist selber auch gleich wieder auf diesem Büchermarkt fündig werde.

Neben dieser Plattform gibt es aber auch diverse andere Möglichkeiten, günstiger an all jene Bücher zu kommen, die man sowieso nur begrenzt bei sich im Regal stehen haben möchte. Zum Beispiel organisiert der Dingsshop jedes Semester eine Bücherbörse, wo sicher für jeden das ein oder andere interessante Buch dabei ist.

Oft lohnt es sich auch, „ältere Semester“ zu fragen, ob sie Bücher abzugeben hätten. Wobei diese Möglichkeit auch die Chance bietet, gleich einmal nachzufragen, ob man dieses oder jenes Buch denn wirklich braucht, oder ob es lesenswert ist.

Letztens bin ich auch an einem Karton vorbeigekommen, der all jene Bücher enthielt, die meine ersten Semester bestimmt haben. Da hat wohl jemand sein Regal geräumt und einfach mal alles „gratis  zum Mitnehmen“ auf die Strasse gestellt. Auch eine Möglichkeit.

Diese Kiste ist wahrscheinlich mittlerweile geplündert, aber auf dem Flohmarkt auf dem Petersplatz gibt es da wohl noch die ein oder andere Kiste, die Kostbares fürs Studium zu einem fairen Preis bereithält. Es geht doch vielen so wie mir, die irgendwann genug haben, von diesen Wälzern, die man eh nicht mehr anschaut und deren Wissen, man hoffentlich so verinnerlicht hat, dass man sie nicht mehr braucht.

Allen, die bald ins neue Semester starten gebe ich jedoch den Rat, sich erst mal umzuhören, bevor ihr die Bücher gleich neu kauft. Okay, einige Bücher sind es wert frisch gekauft zu werden, aber eben längst nicht alle.

Und eins noch: Gebrauchte Bücher, mit Notizen und Markierungen versehen, haben doch seinen Reiz und ab und zu auch den ein oder anderen Hinweis, was da wohl so wichtig ist für die Prüfung oder den Vortrag.

 

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1 Kommentar

  1. Noori
    Mi, 4. September 2013 / 12:06 Uhr

    Vielen Dank , ein sehr interessanter Artikel :)

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