Gäll, blyb suuber!

Fünf Gründe, warum es sich lohnt, eine Blaggedde zu kaufen

„Blaaggedde, Blaaaggeedde!“ Wer am Bahnhof in Basel durch die Schalterhalle geht, kommt an den Blaggedde-Anpreisern nicht vorbei. Die fünfte Jahreszeit ist im Anmarsch. Doch an der Fasnacht gibt es bekanntlicherweise weder Eintrittskontrolle noch Blaggedde-Kaufzwang. Wozu dient diese kleine Brosche also?
„Hmm, eine Blaggedde kauft man halt einfach“, meinen die einen, „man wird an der Fasnacht nicht mit Räppli gestopft“, argumentieren die anderen auf die Frage hin, für was man eine Blaggedde brauche. Dieser Punkt leuchtet ein (Räppli in der Wohnung – ein Phänomen für sich). Aber kann das schon alles sein?

Sponsoring vs. Narrenfreiheit
Stell dir vor, die Fasnacht würde von irgendeiner Bank gesponsert. Oder von Coop. Fertig lustig mit Boni-Sprüchen und Pferde-Lasagne-Witzen – bei närrischen Sprüchen müsste jedes Mal darum gebangt werden, dass der Geldhahn zugedreht würde. Die Fasnacht ist eigentlich nichts anderes, als ein kritischer Jahresrückblick auf unsere Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – da soll jeder sein Fett wegbekommen dürfen, ohne Rücksicht auf Verlust.
Und wer schon einmal an der Fasnacht war, der weiss, wie dieser „Jahresrückblick“ umgesetzt wird. Nicht nur sprachlich in Form von Schnitzelbänken, auch die ausgeklügelten Sujets, die aufwändig gestalteten Laternen, die grossen Wagen und die obligaten Larven machen die Fasnacht zu einem Augenschmaus schlechthin. Der Aufwand und die Kosten, die dahinter stecken, lassen sich wohl nur ansatzweise erahnen.
Und hier kommt die Blaggedde ins Spiel. Je nach gekaufter Brosche summiert sich der kleinere oder grössere Beitrag jedes Einzelnen zum „Löwenanteil der Subventionen“, so das Fasnachts-Comité. Das Geld wird an alle Einheiten, die am Montag und Mittwoch am Cortège teilnehmen, verteilt und dient als Zustupf für die Auslagen, welche durch die Herstellung der oben genannten Utensilien entstehen.

Gratis an die muba
Wer eine Blaggedde kauft, unterstützt an den „drey scheenschte Dääg“ also nicht nur die Narrenfreiheit, sondern auch die Qualität der Basler Fasnacht – und darf sich beim Anblick der Sujets, Larven und Laternen gleich doppelt freuen. Dazu wartet nächsten Freitag, 14. Februar, ein kleines Zückerchen auf alle, die schon immer einmal an die muba (Mustermesse Basel) gehen wollten: Egal ob Kupfer oder Gold, mit der Blaggedde ist eine Tageskarte am ersten Messetag garantiert. Und dies lohnt sich: denn nicht nur für die muba, auch für die Creativa Basel, die Bastelmesse für alle kreativen Köpfe, ist der Eintritt dabei.

Warum ich also eine Blaggedde kaufe?
1.) Weil ich mich jetzt schon auf die Schnitzelbänke, Laternen und Zeedel freue!
2.) Weil die cheibe Räppli einfach schampar schwierig aus der Wohnung zu bringen sind.
3.) Weil unsere WG dank der Fasnacht tagelang von selbst gepresstem gratis O-Saft lebt.
4.) Weil eine zusätzliche Woche Ferien (ebenfalls dank der Fasnacht) nicht zu verachten ist und …
5.) … weil ich so endlich mal an die muba komme.

Darum.

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