Fleisch oder Vegi?

Zugegeben, seit ich in Basel wohne, besuche ich die Mensa dank grosszügiger Mittagspause nur noch selten. Trotzdem war sie im letzten Semester ein allgegenwärtiges Thema an der Uni und in den Medien. Schweizweit machten Mitglieder des Studierendenrates Schlagzeilen, weil sie eine fleischfreie und somit nachhaltigere Mensa forderten und die Studierenden zu bewussten Vegetariern – oder noch lieber Veganern – umerziehen wollten.

Diese Forderung sorgte für hitzige Diskussionen in den Hörsälen und lustige Aktionen in und um die Uni. So verteilte eines Tages vor dem Kollegienhaus sogar die JCVP Bratwürste an fleischhungrige Studierende und sicherte diesen ihre Unterstützung im Kampf ums Fleisch zu. Nachdem das Thema auch an der Fasnacht in einigen Sujets zu sehen war, präsentierte sich diese Woche die Basler Unimensa nun mit verändertem und nachhaltigerem Konzept.

Ich persönlich verfolgte die Diskussion mit mehr oder weniger grossem Interesse. Nach endlosem Hin und Her, irgendwelchen Entscheiden, erneuten Einsprachen und geforderter Urabstimmung (die dann doch nicht stattgefunden hat) war ich endgültig verwirrt, wie es nun mit der Mensa an der Uni weitergeht. Grund genug, den Änderungen mal auf den Grund zu gehen:

Es gibt nun täglich zwei vegetarische Menüs, mindestens einmal die Woche ein veganes. Auch Fleischliebhaber kommen immer noch auf ihre Kosten. Täglich stehen zwei Fleischmenüs zur Auswahl. Zusätzlich (sehr begrüssenswert!!) setzt die Mensa auf mehr Nachhaltigkeit: Es wird regional und saisongerechter eingekauft und so die Zahl der CO2-Emissionen reduziert.

Meiner Meinung nach wurde mit dieser Lösung ein sehr guter Kompromiss gefunden. Ich als „Selten-mal-Fleischesserin“ freue mich nun, dass ich in der Mensa endlich auch soviel Auswahl habe wie jemand, der täglich Fleisch essen möchte. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit an der Uni Fribourg, wo es keine vegetarischen Menüs gab (oder gibt) und man für einen Teller aus dem Vegibüffet rund anderthalb Mal so viel bezahlen musste wie für das billigste Fleischmenü. Schlimm!! Die Fribourger könnten sich in dieser Hinsicht echt eine Scheibe von den Baslern abschneiden. Eine Fleischlose natürlich :)

Weitere lesenswerte Informationen (auch zum neuen Refillerprojekt) findet man auf der Seite „Nachhaltigkeit an der Universität Basel“.

 

 

 

1 Kommentar

  1. Jonas
    So, 3. März 2013 / 02:55 Uhr

    Begrüssenswert, dass sich immer mehr Leute dafür interessieren :) http://www.whatcamebefore.com

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Universität Basel auf: