Die Qual der Wahl

Entscheidungshilfe für Studenten

Der Unialltag ist voller Entscheidungen, die getroffen werden wollen und das Leben nicht unbedingt vereinfachen. Damit es einem nicht wie diesem Herrn aus der Sympany-Werbung ergeht, hier sechs unialltagtaugliche Entscheidungshilfen. Somit wünsche ich allen: einen guten, entscheidungsfreudigen Semesterstart!

1. Vorlesungen belegen
Je weniger Kriterien in die Entscheidung hinein spielen, desto einfacher fällt uns diese. Sich bei Vorlesungen also bewusst auf einige ausgewählte Merkmale konzentrieren: Vorlesungszeit? Aufwand? Schlussprüfung?

2. Materialanschaffung und Lernzeit
Auf Erfahrungsberichte bauen. Die Geschmäcker sind zwar nicht immer gleich, aber wenn etwas eine wirklich gute oder schlechte Kritik erhält, wird wohl etwas Wahres dran sein. Deshalb: sich vor dem Bücherkauf umhören; fragen, wie viel vorher man etwa mit lernen beginnen soll etc.

3. Nach Hause oder in den Hörsaal?
Entscheidungen treffen verbraucht Energie. Und die Energie, die das Gehirn in Gang hält, heisst: Glucose. Vor schwierigen Entscheidungen gibt’s ab jetzt ohne schlechtes Gewissen mal wieder ein Energy – un-light!

4. Verpflegung
Um spontanen Gelüsten nicht zum Opfer zu fallen, ist Selbstbeherrschung gefragt. Eine Studie zeigte, dass das Lösen von schwierigen Denkaufgaben Hirnareale beansprucht, welche wir für die Selbstkontrolle benötigen. Deshalb: nach der Mathe-Übungsstunde lieber nicht direkt einkaufen gehen.

5. Studentischer Verein, Verbindung, Unisport?
Unbewusstes sowie bewusstes, emotionales wie rationales Denken spielen in eine Entscheidung hinein. Wenn man sich aus irgendeinem Grund gleich zu Beginn innerlich für etwas entschieden hat: zugreifen! Und sich nach dem Entscheid bloss nicht mehr auf die anderen Auswahlmöglichkeiten achten – nach Murphy’s Law findet man dann bestimmt was Besseres.

6. Weiterstudieren oder wechseln?
Nicht nur unser Denken hat Einfluss auf unsere Entscheidung – Familie, Freunde sowie die Schule oder Uni bestimmen ein Stück weit mit, was wir für gut oder schlecht empfinden. Bei wichtigen Entscheidungen darf man sich also auch mal ein Wochenende zurückziehen und sich von äusseren Einflüssen frei machen – und sich über Leidenschaft, Interesse und Überzeugung klar werden.

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