Buy the ticket, take the ride: Das Festival science+fiction zum Thema Rausch

© Raphael Hünerfauth - http://huenerfauth.ch

Schon etwas vor am kommenden Wochenende? Wie wäre es mit einem Rausch? Du Glückspilz! Denn das Festival science+fiction bietet dir von einer Absinth-Degustation über heliotropes Atmen bis berauschender Musik ein betörend breites Spektrum an, um dein Wissen und deine Erfahrungen zum Thema Rausch zu vertiefen. Hintergründe und Insidertipps erfährst du hier:

«Wir wollen Kultur und Wissenschaft auf Augenhöhe miteinander verbinden und die Wissenschaft interessant und packend gestalten, damit jeder seinen eigenen Zugang dazu findet», erklärt mir Katharina Good, Geschäftsleiterin des Vereins science and fiction, im Gespräch.  Man spürt in jedem Satz, dass sie für ihre Aufgabe brennt. «Ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen, etwas anderes zu tun, als dieses Event zu planen!». Die Begeisterung der ehemaligen Kunstgeschichte- und Medienwissenschaftsstudentin steckt an.

Wie, wo, was, wann?
Das Festival findet von nächsten Freitag bis inklusive Sonntag (04.05. – 06.05.18) im Sommercasino statt.

Vielfältigkeit steht auf dem Programm: Der Rausch, die Drogen und Veränderungen des Bewusstseins werden unter vielen verschiedenen Aspekten beleuchtet: Du lernst mehr über den therapeutischen Einsatz von Cannabis oder LSD und erfährst, wie LSD die 68er Bewegung und die Musik dazumal beeinflusst hat. «Auf die Musik der Beatles wollen wir ja nicht verzichten!», meint Katharina schmunzelnd dazu.

Glückstrank, Tiere im Rausch, Ayahuasca, Halluzinogene+Psychiatrie sind Titel kleiner, sogenannter Inputs, die mir beim Betrachten des Programms ins Auge stechen. Diese Einführungen finden oft auch als Einstimmung von Filmvorführungen statt: Ein Highlight: ‚The Substance‘. Doch es gibt noch so vieles mehr! Von Ausstellungen über Podien, Workshops, Literaturnacht, Brunch, Musik, Party bis Performances, in welchen unter anderem Tonaufnahmen aus dem kolumbianischen Regenwald mit elektronischen Kompositionen kombiniert werden, ist alles dabei.

Das Team von science+fiction. Links unten: Katharina Good

Insidertipps
Ich freue mich ganz besonders auf die grüne Fee. Beim Absinth-Marktstand und der Degustation werden die vielfältigen Zutaten von Wermut über Anis bis Fenchel präsentiert und Auskunft über die Produktion gegeben, degustieren inklusive. Bisher kenne ich das Getränk nur als von einem Kollegen genutzten, wirksamen Sorgenvertreiber nach Prüfungen…

Nach ihrem Höhepunkt des Festivals befragt, antwortet Katharina prompt: «Die Podiumsdiskussion zum Thema Neuro-Enhancement! In unserer Gesellschaft ist dieses Denken, immer mehr leisten zu müssen, sehr verbreitet. Für mich gehört es zum Erwachsenwerden dazu, die eigenen körperlichen Grenzen herauszufinden und zu respektieren. Um mit dem Leistungsdruck umzugehen, gibt es viele verschiedene Wege, wie das Benutzen von Ritalin, um auf Prüfungen zu lernen oder die Meditation. Gegenüber solchen Methoden bin ich sehr skeptisch eingestellt, weshalb ich sehr auf die Aussagen der Experten gespannt bin.»

Preis
Ein Tagesticket kostet 15.-/10.- (für Studierende),  wobei sich ein Festivalpass für 30.-/20.- schnell lohnen kann. Mit der Colourkey bekommt man bereits zum halben Preis den Zutritt gewährt, während die Kulturlegi-Besitzer das grosse Los gezogen haben: Für sie ist es gratis.

Job gesucht?
Katharina hat sich neben dem Studium immer wieder in verschiedenen Kulturprojekten engagiert: «Man baut sich so ein Netzwerk auf, sammelt Erfahrungen und kann wirklich etwas bewirken!» Mit einem Augenzwinkern schwärmt sie, dass das Festivalprojekt ideal sei für solche Einblicke. Der Verein wird immer grösser und ist deshalb auf der Suche nach motivierten, engagierten Persönlichkeiten, die sich in dem Projekt integrieren wollen; natürlich entlohnt.  Man lernt im Zusammenhang mit der Arbeit für das Festival immer wieder neue Themen kennen, erweitert seinen Horizont und kann ausprobieren, sich neu erfinden. Wer sich also nach einem interessanten Projekt umschaut, darf sich gerne melden.

Josefin Kaufmann

Mit viel intrinsischer Motivation studiert Josefin Kaufmann Medizin; der Schlüssel zum Erfolg ist der Kaffee. Bunt gekleidet, oft zu spät, immer am Lachen. Obwohl sie es geniesst, Köstlichkeiten zu schmausen, befindet sich oft nur Licht und Senf in ihrem Kühlschrank. Auf dem Fahrrad recht gefährlich unterwegs, sind Sonntagsfahrer und rote Ampeln ihr ein Dorn im Auge. Fahrradhelm ist aber ein Muss, Medizinstudium sei Dank.

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