Bachelorarbeit – schaff‘ ich das?

Studiert man Geisteswissenschaften, ist schon ab dem ersten Semester klar: Irgendwann muss ich eine Bachelorarbeit schreiben. Grund zur Panik?

In den geisteswissenschaftlichen Fächern gibt es eine unangenehme Tendenz: Je länger man studiert, desto längere Arbeiten muss man schreiben. Bei den Proseminararbeiten peilen wir vielleicht noch zehn Seiten an, bei der Bachelorarbeit sind es schon mindestens doppelt so viele und für die Masterarbeit können es, je nach Fach, erschreckende 80 Seiten sein.

Für die durchschnittliche Studienanfängerin oder für den durchschnittlichen Studienanfänger ist die erste Proseminararbeit ja schon stressig genug. Ein riesiger Aufwand, bis Fragestellung und Konzept stehen. Dann muss genügend Literatur gefunden und im Idealfall gelesen werden. Und jetzt erst fängt der anstrengende Teil an: das Schreiben! Zehn Seiten! Natürlich mit korrekten Zitaten und termingerecht.

Die Vorstellung, dass sich die Prozedur in den kommenden Semestern wiederholt, wobei sich der Umfang stetig verdoppelt, kann bedrückend sein. Da ist die Frage schon gerechtfertigt, ob denn die eigenen Fähigkeiten wirklich genauso schnell wachsen wie die universitären Anforderungen?

Die Antwort lautet: ja! Erstaunlicherweise schon. Im Normalfall sind wir, wenn es ernst wird, tatsächlich gut genug. Oft schleichen sich Fortschritte einfach so ein, ohne dass wir es merken. Sitzen wir dann tatsächlich an der Bachelorarbeit, sind wir vielleicht so sehr mit einer komplexen Frage beschäftigt, dass wir gar nicht bemerken, wie leicht es uns inzwischen fällt, korrekt zu zitieren. Oder das Thema ist nach einer ersten Recherche so spannend, dass man sich noch ein paar Seiten extra wünscht, um wirklich auf alle Aspekte eingehen zu können.

Erfahrungsgemäss ist der beste Tipp also: cool bleiben. In den meisten Fällen lohnt es sich, einfach mal dran zu glauben, dass es mit den Arbeiten hinhaut, wenn es dann so weit ist. Und wenn man doch einmal nicht weiterkommt, gibt es eine ganze Reihen von Leuten, die helfen können: Die Dozentin oder der Dozent, die Studienberatung, Freunde älteren Semesters… um Unterstützung bitten lohnt sich.

 

 

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