Spiel, Satz und Sieg fürs Projekt Playtime

Das Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit (kurz DSBG) wächst aus den bestehenden Räumlichkeiten heraus. In der Nähe der St. Jakobshalle soll ein neues Institutsgebäude entstehen. In einem Projektwettbewerb wurde nach dem besten Entwurf gesucht. Das Projekt PLAYTIME überzeugte dabei die Jury am meisten.

Die Ausgangslage
Bislang sind Lehre und Forschung des DSBG auf vier Orte in ganz Basel verteilt. Das bedeutet grosse Wegstrecken für Lehrende und Studierende. Die wachsenden Studierendenzahlen tun ihr Übriges: Die Benutzung der vorhandenen Räumlichkeiten wird zunehmend schwerer. Hinzukommt, dass die St. Jakobshalle in naher Zukunft umgebaut werden soll. Die Nutzung dieser ist also nur noch auf begrenzte Zeit möglich.

Jetzt soll ein Neubau den veränderten Ansprüchen der Studierenden und der Lehre gerecht werden. Als Standort konnte ein Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zur St.Jakobshalle gewonnen werden.

Es entsteht ein neues Institutsgebäude, das allen Anforderungen gerecht werden soll und das weiterhin in der Nähe zu den bedeutenden bestehenden Sportanlagen wie der St. Jakobsarena und dem Sportbad liegt.

Der Wettbewerb
Um ein Planerteam zu finden, welches das Bauprojekt umsetzt, schrieb die Universität Basel einen Wettbewerb aus. Eine Fachjury wählte einen Beitrag, der dann zur Weiterbearbeitung und Ausführung empfohlen wird. Am anonymen Projektwettbewerb zum Neubau für das DSBG konnten sich sowohl Teams aus dem Inland als auch dem Ausland bewerben. Fristgerecht eingereicht wurden zwanzig Projekte.

Die Fachjury unter dem Vorsitz von Frau Roya Blaser, Leiterin Strategie Hochbauamt Basel-Landschaft, hat sich einstimmig für das Projekt PLAYTIME ausgesprochen.

PLAYTIME
Das Projekt PLAYTIME wurde eingereicht von ARGE Caesar Zumthor Architekten & Markus Stern Architekten. Der Neubau soll verschiedene Raumgruppen beherbergen. Es wird eine Bibliothek, Labore, Bereiche zur Probanden- und Patientenbetreuung, einen Hörsaal, Verwaltungsräume und eine Cafeteria geben. Darüber hinaus soll eine Dreifachsporthalle entstehen und weitere Räume, die den fachspezifischen Anforderungen gerecht werden.

Bild: Hochbauamt des Kantons Basel-Stadt

Bild: Hochbauamt des Kantons Basel-Stadt

Aussenvisualisierung:  Caesar Zumthor und Markus Stern Architekten

Aussenvisualisierung: Caesar Zumthor und Markus Stern Architekten

Innenvisualisierung: Caesar Zumthor und Markus Stern Architekten

Innenvisualisierung: Caesar Zumthor und Markus Stern Architekten

PLAYTIME bringt auf 5200 m² 550 Studierende und 100 Mitarbeitende zusammen. Das Gebäude wird sich über drei Etagen erstrecken. Eine dieser wird die Dreifachturnhalle im Untergeschoss des Gebäudes beherbergen. Durch eine grosse Wendeltreppe in der Eingangshalle sind die Ebenen miteinander verbunden. Die Fassade des Gebäudes ist einheitlich. Somit sind die Teilbereiche, die sich aus der verschieden Nutzung ergeben, von aussen nicht abgrenzbar. Durch grosse Fenster erhalten die Räume das nötige Tageslicht. Die sich im Untergeschoss befindliche Sporthalle mit dazugehörigen Garderoben und Sanitäranlagen wird durch einen Lichthof mit indirektem Licht versorgt. So müssen die Studis auch im Untergeschoss nicht im Dunkeln tappen. Um für grösstmögliche Sicherheit und Ruhe zu sorgen, werden sich die öffentlich zugänglichen Bereiche auf das Erdgeschoss konzentrieren. Hier ist beispielsweise das Studiensekretariat untergebracht. Die Büros befinden sich im Obergeschoss.

Im Kontrast zum städtischen Erscheinungsbild der Fassade steht der grüne Innenhof des Gebäudes. Dieser ist aus dem Gebäude heraus durch grosse Fenster gut einsehbar und bildet eine grüne Oase im Zentrum des Neubaus. Im Erdgeschoss wird es eine Cafeteria geben. Somit entsteht eine grosse, allgemeine Begegnungszone, in der sich Studierende und Lehrende über einer Tasse Kaffee austauschen können. Durch diesen grossen Aufenthaltsbereich wird verhindert, dass man sich lediglich in seiner Abteilung verkriecht. Von der Cafeteria aus hat man zusätzlich die Möglichkeit die Turnhalle einzusehen und Kommilitonen beim Sporteln zuzuschauen. Durch die grossen Fenster hat man von weiten Teilen des Gebäudes einen guten Blick auf die Cafeteria. So weiss man immer, wer gerade dort ist, und kann sich dazusetzen.

Das Vorprojekt soll bis zum Herbst 2015 abgeschlossen sein und im Sommer 2016 sollen das Bauprojekt sowie die Baueingabe folgen. Es gibt einige Punkte, die in der Planungsphase diskutiert werden. Möglicherweise werden beispielsweise auch die Dachflächen als Begegnungszonen genutzt. Für die Realisierung des Projektes sind zweieinhalb Jahre eingeplant, sodass man mit der Fertigstellung zum FS 2020 rechnen kann. Für ein Projekt dieser Grössenordnung ist das ein sehr kurzer Umsetzungszeitraum. Studierende des DSGB könne sich in Zukunft also auf ein Departementgebäude freuen, dass ihren Ansprüchen gerecht wird.

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