Knapp bei Kasse

Wie Stipendien helfen

Studiengebühren, Materialkosten, von zu Hause ausziehen – schnell kann die Ausbildung zur finanziellen Herausforderung werden und Unterstützung ist gefragt. Doch bin ich überhaupt stipendienberechtigt und an wen muss ich mich wenden? Auf der Suche nach Antworten stürzte ich mich ins Ungewisse und fand mich im Dschungel des Stipendienwesens wieder.
Dieser Dschungel besteht in der Schweiz aus 26 verschiedenen Stipendiengesetzgebungen, denn die Vergabe von Ausbildungsbeiträgen ist kantonal geregelt. Eine Lösung zur  Harmonisierung der kantonalen Regelungen ist im Gang, doch bis zum Ziel ist es noch ein langer Weg. Um dem einen oder anderen die Übersicht aber jetzt schon zu erleichtern, hier das Wichtigste in Kürze:

Woher kommen Stipendien?
Jeder Kanton hat dafür ein zuständiges Amt, so etwa  in Basel-Stadt das Amt für Ausbildungsbeiträge. Neben kantonalen Stipendien existieren aber noch weitere Alternativen: auch die Uni verfügt über Fonds, welche Studierende finanziell unterstützen. Ausserdem gibt es einige Stiftungen, die Auszubildende fördern: Nebst dem Basler Stipendienverzeichnis wird man gegen eine kleine Anmeldegebühr auch auf von Studenten initiierten Seiten wie www.stipendium.ch fündig.

Wie viel wird ausgezahlt?
Ausbildungsbeiträge werden individuell berechnet und beziehen sich in jedem Fall auf die persönliche finanzielle Situation und die der Eltern. Der Ansatz für ein Vollstipendium beträgt ca. 16’000 Fr. pro Jahr, doch auch dies hängt vom Kanton und der Wohnsituation ab. Was ich bisher nicht wusste: ein Nebenjob hat bis zu einem gewissen Einkommen keinen Einfluss auf den Betrag des finanziellen „Zustupfs“.

Bekomme ich Stipendien?
Stipendien erhält man für Ausbildungen auf Sekundarstufe II (Gymnasium, FMS, BMS)  und Tertiärstufe (Uni, ETH, FH, PH, höhere Fachschule). Die obere Altersgrenze bei Ausbildungsbeginn ist nicht einheitlich geregelt, befindet sich aber zwischen 35 und 40 Jahren. Ob man stipendienberechtigt ist und wie hoch die Chance auf Unterstützung steht, lässt sich leicht im Internet mit sogenannten Stipendienrechner ausrechnen.

Wie gehe ich vor?
Zu empfehlen ist ein kostenloses Gespräch bei der Sozialberatung Uni Basel oder dem zuständigen Amt beim Kanton, in dem die Eltern wohnen. Gerne wird man hier über Wahl der Antragsstelle, Vorgehen und weitere Infos beraten. Die Antragsstellung selbst erfolgt dann normalerweise per Formular, welches man in den meisten Kantonen sogar online ausfüllen kann.

Vorreiterrolle Basel
Auf der Reise durch den Stipendiendschungel weckte vor allem der Lauf der Stipendiengeschichte mein Interesse, denn seit dem ersten Schweizer Stipendienartikel 1963 hat sich doch einiges verändert. Wer hier gerne mehr erfährt, dem empfehle ich den Text der Unigeschichte Basel zu diesem Thema. Nebst der Vorreiterrolle der Stadt Basel erfährt man hier noch zusätzlich Interessantes.

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