Das neue Tramnetz Basel

Über 130 Millionen Personen befördern die Basler Verkehrs-Betriebe pro Jahr, auf beinahe 70 Tausend Kilometern. Für den «Horizont 2025» sind für Basel gleich drei neue Strecken geplant. Was die Umstellung für Basel genau bedeutet, siehst du hier:

Erst Ende 2017 hatten die BVB die Tramlinie 3 nach Saint-Louis Gare erweitert und so das Tramnetz mit Frankreich verbunden. Für die nächsten Jahre ist noch mehr geplant. Für den Zeitraum bis 2027 könnte bald die Umsetzung für drei neue Basler Tramstrecken bewilligt werden. Dabei sieht der Regierungsratbeschluss einen Plan in zwei Etappen vor:

Etappe 1, der «Horizont 2025», erfasst die Erweiterung des Tramnetzes im Zeitraum bis 2027. Dabei wird das bestehende Netz ins Klybeckareal erweitert. Anwohner, Pendler und Besucher sollen so eine effiziente Anschlussmöglichkeit zum Bahnhof SBB, in die Innenstadt oder nach Grossbasel geboten bekommen.

Darüber hinaus wird die Linie 8 über die Wettsteinbrücke verlegt, um den Knotenpunkt Mittlere Brücke zu entlasten und zudem um eine neue Tramstrecke im Claragraben erweitert. Ausserdem soll damit auf dem stark frequentierten Centralbahnplatz Raum geschaffen werden. Schliesslich soll die Linie 16 vom Knotenpunkt Barfüsserplatz, Marktplatz-Schifflände in den Petersgraben verlegt und bis zum St. Johann erweitert werden. Wie das konkret aussehen würde, verrät dir ein Blick auf die Karte des möglichen Netzplanes:

Quelle: Amt für Mobilität, Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt

Für den «Horizont 2040» ist dann Etappe 2 geplant. Hier geht es darum, das bestehende Netz um insgesamt sechs weitere Projekte in Grossbasel, im Dreiländereck, in Kleinbasel, im St. Johann, am Dreispitz und in Allschwil zu erweitern.  Wie sich das auf dem Stadtplan bemerkbar machen könnte, seht ihr hier:

Quelle: Amt für Mobilität, Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt

Der Antrag für die erste Etappe geht nun an den Grossen Rat und wird dort im Laufe dieses Jahres besprochen werden. In den Kommentarspalten der Basler Zeitung und von 20 Minuten ist die Stimmung gespalten: Manche sind gespannt auf die Umsetzung, sehen aber die Vielzahl der Baustellen und insbesondere den dichten Petersgraben kritisch. Andere wünschen sich eine direktere Umleitung der Pendler oder gar den Bau einer Metro. Eine erste Gewissheit, wo die Reise hingeht, wird dann die Entscheidung des Grossen Rats bringen. Gerne interessiert uns auch deine Meinung zu den Projekten!

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