Wollen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen?

In ein paar Tagen stimmt die Schweiz als erstes Land der Welt über ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. Die Debatte über die Sinnhaftigkeit, Finanzierung und Folgen eines bedingungslosen Grundeinkommens ist voll im Gange. Doch was halten die Basler Studierenden von dieser Initiative? Ich habe mich mal umgehört. 

 

„Ich bin für das bedingungslose Grundeinkommen, weil es gewissen Leuten die Existenzangst nimmt.“

„Ich finde, dass man ein funktionierendes System nicht ändern muss. Wir haben in der Schweiz so ein gutes Sozialsystem, dass so eine Änderung mehr durcheinander als einen Nutzen bringen würde. Und viele Faktoren in dieser Argumentation wie zum Beispiel die Behindertenbetreuung hat man noch nicht geklärt. Ausserdem sind 2500 Franken viel zum Leben.“

„Ich bin dafür, weil ich finde, dass es eine spannende Idee ist. Ich bin gespannt auf die Umsetzung. Ich denke, es ist eine gute Sache!“

„Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wird die Faulheit gefördert.“

„Wenn ich ein Grundeinkommen hätte, würde mir das ein stärkeres Gefühl von Sicherheit vermitteln. Zur Zeit habe ich keine Absicherung in der Übergangsphase zwischen Studium und Beruf und ich frage mich, wie ich in drei Monaten finanziell dastehen werde. Und ich habe definitiv nicht das Gefühl, dass ich mit einem Grundeinkommen nicht mehr arbeiten gehen würde. Ich will schliesslich nicht nur daheim vorm Fernseher sitzen und Chips essen.“

„Das bedingungslose Grundeinkommen halte ich für eine schöne Idee, aber auch utopisch. Und längerfristig für die Wirtschaft nicht sehr fördernd.“

„Ich finde das bedingungslose Grundeinkommen sehr wichtig für die Gleichheit aller Menschen. Es sollen alle die gleichen Voraussetzungen für ein Leben in der Schweiz haben. Es ist wichtig, dass es zu mehr Gerechtigkeit kommt.“

„Ich bin für das Grundeinkommen als Gegensatz zum heutigen Sozialsystem. Man sollte dieses lieber abbauen und dafür ein Grundeinkommen einführen.“

„Ich spreche mich komplett gegen das bedingungslose Grundeinkommen aus, da überhaupt keine Anreize mehr entstehen für die Arbeit und weil es nicht finanzierbar ist.“

 

Wie erwartet gehen die Meinungen weit auseinander. Ausserdem habe ich gemerkt, dass viele Studierende sich noch keine Meinung gebildet haben. Die Abstimmung findet schon am 5. Juni statt. Deshalb: Informiert euch und gebt eurer Meinung eine Stimme!

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