Ob Glätteisen oder Cocktailrezepte: Teilen ist in!

Wolltet ihr schon immer mal slacklinen, selbst Russisch lernen oder im richtig schicken Abendkleid ausgehen? Die Anschaffung einer Slackline, eines Russischkursbuchs oder eines Abendkleides kann einen jedoch teuer zu stehen kommen. Und was, wenn man es dann doch nur einmal braucht? Seit Kurzem kann man all diese Dinge von anderen Studierenden der Uni Basel ausleihen, und zwar über die neue Sharing Community Fifty Fifty.

Mit Fifty-Fifty einfach Dinge teilen
Die Plattform www.machfiftyfifty.ch gibt es seit diesem Jahr und will jetzt so richtig durchstarten. Schon über 200 Dinge sind online registriert und warten darauf, ausgeliehen zu werden. Damit ein erfolgreicher Tausch stattfindet, reicht es, sich das erwünschte Exemplar auszusuchen und den Besitzer anzuschreiben. Danach macht man Tauschdauer und Ort der Übergabe ab und es kann losgehen. Schon etwa 20 Transaktionen wurden so seit Semesterbeginn verzeichnet. Genauso kann jeder seine Dinge auf der Homepage registrieren. Dazu sollte man einfach ein Bild des Gegenstandes mit einer kleinen Beschreibung veröffentlichen. Auch ich habe das mal versucht, jedoch sind bis jetzt mein Haarglätteisen und mein Cocktailbuch noch nicht auf Interesse gestossen. Grossen Anklang finden bisher Bohrmaschinen, sagt Catrina vom Fifty-Fifty-Team, ein Gegenstand, der relativ viel kostet, aber nicht allzu oft gebraucht wird. Das allererste Ding, das verliehen wurde, war jedoch eine Ukulele. Nadine, die sie damals entliehen hat, wollte erstmal testen, ob das wirklich etwas für sie ist, bevor sie selbst in den Geldbeutel greift.

Das Besondere an Fifty-Fifty ist, dass nur Studierende und Mitarbeitende der Uni Basel ver- und entleihen können, so dass das Vertrauen innerhalb der Community sehr gross ist. Eine Ausweitung auf andere Teilnehmer ist nicht geplant, aber das Sortiment sollte sich noch vergrössern. Auch würde Catrina sich freuen, wenn Fifty-Fifty als Vorbild für andere Universitäten dient. Ausgezeichnet für ihre Idee wurden sie auf jeden Fall schon: Im Juli 2014 bekamen sie den Faktor-5 Jury-Preis, welcher an Projekte zum nachhaltigen Ressourcenmanagement in der Region Basel vergeben wird.

Andere Möglichkeiten, in Basel Dinge zu teilen
Doch nicht nur an den Universitäten wird immer mehr geteilt. In Basel findet sich auch seit einiger Zeit der Bring&Nimm-Kasten. Die Idee ist, dass man Dinge, die man selbst nicht mehr braucht, aber die sich noch in gutem Zustand befinden, in den Kasten legt. Genauso kann man sich etwas, dass man als nützlich empfindet, mitnehmen. Anders als bei Fifty-Fifty wechseln die Gegenstände allerdings dauerhaft den Besitzer. Wo sich die zwei Kästen zur Zeit befinden, kann man auf der Website von Bring&Nimm nachschauen.Die Kästen wechseln nämlich regelmässig ihren Standort, um möglichst vielen Baslern mal einen Blick hinein zu ermöglichen. Dabei wird ständig von Freiwilligen überprüft, dass sich kein Müll ansammelt und der Kasten gut gepflegt wird.

Bei meiner Probe aufs Exempel finde ich jedoch nur ein paar Schuhe, ansonsten in der Kasten leer. Ob niemand etwas hineinlegt oder ob die Dinge sofort einen neuen Besitzer finden, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht habt ihr ja nächstes Mal mehr Glück. Gut klappt das aber schon mit Büchern. Ich bringe immer wieder schon gelesene Bücher zum öffentlichen Bücherschrank am Voltaplatz und finde dort auch oft ein Exemplar, das mich interessiert. Nach dem Lesen kommt es meist wieder zurück, damit es nochmal gelesen werden kann.  Das spart Geld und ist sicher sinnvoll im Hinblick auf Umwelt und Ressourcen.

Wen du jetzt Lust aufs Teilen bekommen hast, stöber doch mal online im Fifty-Fifty-Fundus. Vielleicht kannst du so erstmal testen, ob Longboard-Fahren oder Spätzlemachen wirklich was für dich ist.

 

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