Bloomsday am Englischen Seminar – Ein Fest für alle!

Wenn Studierende und Dozierende des Englischen Seminars kleine Sketche einüben, die Kostüme vom Estrich hervorgeholt werden, ja, wenn gekocht und gebacken wird, dann klopft der «Bloomsday» beim Nadelberg 6 beim «Schönen Haus» an die Tür! Gastbloggerin Denise erklärt euch, warum ihr diese Feierlichkeiten auf keinen Fall verpassen solltet:

«Bloomsday» ist der Tag, an dem das Werk Ulysses des irischen Schriftstellers James Joyce stattfindet: der 16. Juni 1904. Nicht nur in Dublin – dem Schauplatz der Erzählung – sondern an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt wird ein Feiertag abgehalten, um dieses literarische Werk zu ehren. Auch in Basel werden diesen Freitag die Hauptfiguren Leopold Bloom und Stephen Dedalus wieder zum Leben erweckt!

Wer organisiert dieses Fest?
Michelle Witen ist Oberassistentin am Englischen Seminar. Als sie im Jahr 2013 ein Seminar über Ulysses anbot, entstand – zusammen mit den Seminarteilnehmenden – die Idee, dass man den Bloomsday doch auch in Basel feiern könne. Das Englische Seminar stellt seitdem jedes Jahr gerne seine Räumlichkeiten dafür zur Verfügung. Michelle Witen erzählt mir, dass sich die Feier in Basel im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat: «Obwohl das Fest immer noch ein BBQ, kleine Sketche und Musikeinlagen beinhaltet, scheint doch die ‹Kulinarische Odyssee› der populärste Teil geworden zu sein.»

Kulinarisches Highlight
Die «Culinary Odyssey», ein grosses Buffet, findet sich jeweils im lauschigen Innenhof – oder bei schlechtem Wetter im historischen grossen Hörsaal – des Englischen Seminars. Dieses Jahr haben sich nicht weniger als 26 passionierte Köche und Bäckerinnen angemeldet, um sich der Herausforderung zu stellen, passend zu einem Zitat aus den Werken von Joyce, welches die Organisatorin für sie mit viel Sorgfalt aussucht, eine Speise zu kreieren. Dieses Jahr werden die Speisen von Zitaten aus Portrait of the Artist as a Young Man und Ulysses inspiriert. Auf diesem Weg können die literarischen Werke auch über die Geschmackszellen entdeckt werden.

Eine grosse Leidenschaft
Auf meine Frage hin, was sie denn motiviert, diesen Event jedes Jahr aufs Neue auf die Beine zu stellen, antwortet Michelle Witen mit grossem Enthusiasmus. Es macht ihr ausserordentlichen Spass, den Anlass mit allen Helfenden zu organisieren und zu koordinieren: «Es ist unglaublich schön zu sehen, wie sich die Leute über die kleinen Theatereinlagen freuen, wie sie über die kreativen Speisen staunen und im Takt zur Musik mitwippen». Oder noch besser: Vielleicht überlegt sich ja die eine oder andere Person, etwas von James Joyce zu lesen? Michelle Witen selbst hegt eine grosse Leidenschaft für die Werke von James Joyce, so gross, dass sie ihre Doktorarbeit und ein Buch darüber verfasst hat. Sie kann sich daher nichts Schöneres vorstellen, als einen Funken dieser Faszination weiterzugeben.

Come one, come all!
Dieses Fest ist auf gar keinen Fall nur für Studierende der Anglistik gedacht. Michelle Witen betont: «Die Idee dabei ist, das Interesse an den Werken von James Joyce zu wecken und diese Texte für jedermann zugänglich zu machen und möglichst viele Sinne anzusprechen. Egal ob man nun noch nie etwas von Joyce gelesen hat oder ein eingefleischter Fan ist, ich hoffe, dass hier jeder auf seine Kosten kommt! Der grösste Erfolg wäre es für mich, zu wissen, dass jeder hier auf seine eigene Weise auf Joyce anstossen kann.»

Also reserviert euch den kommenden Freitagabend, 16.06.2017 ab 18 Uhr (oder meldet euch sogar auf Facebook bei der Veranstaltung an), der Eintritt ist kostenlos, und nehmt was mit zum Grillieren.

The more the merrier!

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