Von Monstern, Mathe und dem Wirtschaftsstudium

Tipps und Tricks für Studieninteressierte und Erstsemester!
Jeder, der mit dem Gedanken spielt, ein Wirtschaftsstudium aufzunehmen bzw. gerade ein Wirtschaftsstudium begonnen hat, wird schnell feststellen: Ganz ohne Mathe geht hier nichts. Ist das Fach Wirtschaft wirklich ein verkapptes „Mathe-Monster“? Und wenn ja, wie kann ich es zähmen?

Fangen wir von vorne an:  Für ein Studium unserer Disziplin ist ein gewisses Grundverständnis für mathematische Zusammenhänge wichtig. Ihr stosst in jeder Vorlesung früher oder später auf Übungsaufgaben, in denen es gilt, Gewinne zu maximieren, Inflationsraten zu berechnen oder Zahlungen zu diskontieren…. Die Liste ist lang. Mir fällt spontan nur eine einzige Veranstaltung während meines Studiums ein, in der ich bisher nichts berechnen musste. Das war mein Spanisch-Sprachkurs. Das klingt jetzt vermutlich bedeutend dramatischer, als es in der Realität ist.
Ganz oft lassen sich Übungsaufgaben mit einfacher Algebra lösen. Und: Wer einmal differenzieren kann, verlernt es auch nicht mehr.

Für alle, die jetzt ihre Felle davonschwimmen sehen: Es gibt Rettung! Schlechte Maturanoten in Mathe sind sicher kein Ausschlusskriterium für ein Wirtschaftsstudium. Wie heisst es so schön? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ist Schema F einmal verstanden, könnt ihr es beliebig anwenden. Das Gute an Rechenaufgaben ist, dass man sie üben kann und meistens werden sie in einer sehr ähnlichen Form in der Klausur abgefragt.

Im ersten Semester ist die Statistik-Vorlesung zentral. Wer möchte kann sich hier schon mal mit den Inhalten des letzten Herbstsemesters vertraut machen und einen Blick auf die Probeprüfung werfen. Die Inhalte unterscheiden sich von Jahr zu Jahr nur minimal.

Das zweite Semester beginnt mit einem Vorkurs für Mathematik. Hier findet ihr mehr Infos dazu. Falls euch manche der Themen nicht einfach fallen, lohnt sich das Besuchen des Kurses auf jeden Fall. Ihr ärgert euch sonst später nur, wenn es vielleicht nicht gleich im ersten Versuch mit der Prüfung klappt. Das ist nämlich eine der Prüfungen mit den höchsten Durchfallquoten. Damit ihr gar nicht erst bangen müsst, könnt ihr euch auf dieser Seite schon mit dem Vorlesungsinhalt vertraut machen.

Im dritten Semester findet dann die Vorlesung in Mathematik 2 statt. Diese gilt dank der Vorbereitung der zwei vorangegangenen Semstern als „machbar“.

Für ein gutes Gelingen der Prüfungen sollte man sich jede Woche mit den Inhalten auseinandersetzen. Wer die Vorlesungen und Übungen schwänzt, merkt dann vielleicht eine Woche vor der Prüfung doch, dass sie hilfreich gewesen wären. Oft kann es helfen, die Übungen nochmals in einer kleinen Lerngruppe zu besprechen. Jeder versteht Lerninhalte verschieden gut und gemeinsames Diskutieren hilft, sie zu vertiefen.

Für alle Bücherwürmer gibt es „Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler“ von K. Sydsaeter und P. Hammond in der zweiten Auflage. Es beschäftigt sich mit vielen Themenbereichen der Vorlsungen Mathematik 1 und 2. Außerdem können die Internetseite bzw. die entsprechende App „Wolfram Alpha“ helfen. Die App habe ich persönlich während Mathematik 1 gerne für das erweiterte Verständnis verschiedener Funktionen genutzt.

Wer Mathe 1 schafft, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Probleme haben, Rechenaufgaben, über die ihr sonst noch im Studium stolpert, zu lösen.

 

Mehr zum Bachelor in Wirtschaftswissenschaften der Universität Basel findet ihr hier.

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